Die Jungs in Schwarz: Will Smith und Tommy Lee Jones
Was für eine Wohlfühlserie: The Vicar of Dibley
Richard Curtis hat der Welt Filme wie “Vier Hochzeiten und ein Todesfall“, “Bridget Jones” und “Tatsächlich Liebe” geschenkt. Aber auch großartige Serien wie “Blackadder”, “Mr. Bean” oder “Vicar of Dibbley”. Letztere handelt von einer Vikarin, die es in ein Dorf verschlägt und dort auf eine Gruppe von sehr schrägen Gestalten trifft.
Dawn French spielt die Vikarin Geraldine Granger mit absoluter Wonne. Wie in Großbritannien üblich, gab es nicht wahnsinnig viele Folgen - “The Vicar of Dibbley” hat es innerhalb von 13 Jahren mit diversen Kurz-Filmchen auf nur 24 Folgen gebracht. Aber alle sind sie eine wahre Pracht.
In eine der letzten Folgen verliebt sich Geraldine in einen gerade ins Dorf gezogenen Londoner (gespielt von Guckschatz Richard Armitage). Doch es scheint, dass ihr Liebster noch ein anderes Eisen im Feuer hat. Die Szene, in der die Vicarin ihm und einer sehr attraktiven Blondine hinterher jagt, bringt Sonne ins Herz. Seht selbst:
Immer am Kanal entlang
Wie in Hamburg stolpert man in London immer mal wieder über den Kanal. In Hamburg kann man ja nette Paddeltouren machen - hier in London ist dies ein bissken schwieriger, da einem ständig Schleusen im Weg stehen. Aber zumindest kann man fast beschwerdefrei am Kanal spazieren gehen. Bin heute von Hackney bis Primrose Hill gelaufen, strammen Schrittes habe ich knapp drei Stunden gebraucht. Weiterlesen »
Plüschige Eskimos
One eskimO ist das Projekt von Kristian Leontiou, der vor ein paar Jahren von seiner Plattenfirma als der “männliche Dido” vermarktet wurde. So was kann schon traumatisieren. Nun ist er wieder aufgetaucht - und präsentiert knuffige Eskimos. Das Video zu “Kandi” mag dem einen oder anderen zu plüschig anmuten, aber der Song ist trotzdem der Hammer. Have a look:
Das wichtigste Geburtstagskind
Nachdem Morrissey und Paul Weller in den vergangenen zwei Tagen die Geburtstagskerzen auspusten durften, ist heute der Meister dran. Bob Dylan wird heute 68 Jahre alt.
Und ein bissken krumpelig sah er schon aus, als ich ihn vor ein paar Wochen in der Stadthalle von Cardiff gesehen habe. Aber dann singt er eine fantastische Fassung von “Tangled Up in Blue” und der ganze Altherren-Kram ist vergessen. Er kann immer noch rocken, jawoll. Und er gibt nach wie vor einen Dreck auf das, was die Leute sagen. Zieht sein Ding durch. Auch wenn ich sagen muss, dass mich sein aktuelles Album “Together Through Life” nicht gerade vom Hocker gehauen hat. Aber ist nicht schlimm. Er hat so viele Songs zum Soundtrack meines Lebens beigetragen - da kann er zwischendurch auch mal etwas Mittelmäßiges abliefern. Außerdem macht er ja immer noch diese großartigen Radiosendungen, die ich hier auf BBC 2 zu meiner Verzückung immer hören kann. Hab einen schönen Geburtstag, Bobby - wo immer du auch bist.
Happy Birthday, Paul!

In Ermangelung der "English Rose" muss halt ein anderer Blumenstrauß her.
Paul Weller hat heute Geburtstag. Der einzige Mann, der im Blümchenhemd cool aussieht und dieses pfauigen Haarschnitt tatsächlich tragen kann. Das hat er sich aber auch nur aufgrund seiner Musik verdient. Die Agressivität von Jam-Songs, die Lässigkeit des Style-Council-Oeuvres und dann mit “English Rose”, “You Do Something To Me” oder “Wild Wood” die Perlen seiner Solo-Karriere.
Dass er es heute krachen lässt, ist so sicher wie das Armen in der Kirche. Seine Sauftouren sind ja sagenumwoben. Na, heute hat er wenigstens einen Grund. Happy 51., Paule!
Gladbach bleibt drin
Manchmal ist es ja gut, aufregende Dinge wie die Bundesliga aus der Ferne zu beobachten. Dortmund hat meine Jungs also nicht abgeschlachtet, und die anderen Konkurrenten haben nicht gewonnen. Nächstes Jahr hätte ich es wirklich gerne mal anders. Wie wäre es mit einem oberen Tabellenplatz? Einfach mal um mir ‘ne Freude zu machen?
There is a Light, that celebrates his 50th Birthday
Morrissey feiert heute seinen fünfzigsten Geburtstag. Und hoffentlich gesund. Er musste ja - sehr zu meinem Verdruss - das Konzert in der Royal Albert Hall wegen Krankheit absagen.
Interessanterweise hat meine musikalische heilige Dreifaltigkeit nacheinander Geburtstag, am 22. Mai eben Morrissey, am 23. Paul Weller und am 24. der Meister - Bob Dylan. Das kann kein Zufall sein!
Morrissey trat erst spät in mein Leben. Keine vorbehaltlose Teenager-Liebe - die ist Herrn Dylan vorbehalten. Aber trotzdem großer Respekt vor jemanden, der nie Scheu hatte, seine Gefühle in Worte zu fassen. Das ist ja das Schöne an Herrn Morrissey, man erfährt anhand seiner Songs immer gleich seinen Seelenzustand. Und der schwankt zwischen Arroganz und Larmoyanz. Der Ton ist oft spöttisch, ironisch - das ist schon spezifisch britisch, auch wenn Morrissey immer auf seine irische Vorfahren pocht.
Morrissey und Jonny Marr haben mit “There Is A Light That Never Goes Out” einen der schönsten Lieder dieser Erde erschaffen. Furchtbar romantisch - “If a double-decker bus crashes into us - to die by your side is such a wonderful to die”. Und all die anderen wundervollen Smiths-Songs wie “Heaven knows I’m miserable now” oder “Some Girls are Bigger Than Others”.
Morrisseys aktuelles Album ist zwar kein Meisterwerk, aber hat mit “I’m throwing my arms around Paris”, “It’s not your Birthday anymore” und “When I last spoke to Carol” drei Songs, die mir gleich ins Herz gegriffen haben. Er lebe hoch!
Der zufällige Gastro-Tipp
Kein London-Blog ohne Gastro-Referenz: Den besten Orangenkuchen gibt es im Camden Arts Centre an der Finchley Road. Dazu noch der Café Latte, den die netten Damen und Herren so gestalten, dass man danach noch 12 Stunden einen Puls von 200 hat. Marvelous!