19. Juni 2009 ››› Abgelegt unter Brit-Stuff
Ich hab meinen ersten Banksy gesehen! Endlich. Da trab’ ich nun seit Monaten durch London und hab noch kein Kunstwerk, dieses Graffiti-Anarchisten gesehen. Aber jetzt – bei der U-Bahnstation Archway wurde ich schließlich fündig. Für alle, die Banksy nicht kennen: Der junge Mann, von dem man nicht genau weiß, wie er aussieht, hat London mit großartigen Graffitis bedacht – keine doofen Schriftzüge oder so. Nein, der Junge hat eine Botschaft – und die richtet sich gegen das Establishment. Knutschende Polizisten, malende Ratten, alles mit dem typischen britischen Humor hingesprüht.
Mittlerweile verkaufen sich diese Botschaften für ziemlich viel Kohle – ein echter Banksy wurde neulich für über 100.000 Pfund verkauft. Es gibt einen Katalog, der sehr zu empfehlen ist. Und das Krawallblatt Daily Mail hat sich anderthalb Jahre die Mühe gemacht, die wahre Identität von Banksy herauszubekommen – er entstammt – oh Wunder – einer bürgerlichen Familie. All diese Dinge werden Banksy hoffentlich nicht davon abhalten, weiterhin die Häuser und Wände von London weiterhin zu verschönern.
Momentan kann man sein Werk im Bristol Museum bis August 2009 anschauen - für umme - der Mann ist schließlich ein Linker.
17. Juni 2009 ››› Abgelegt unter Brit-Stuff
Das Schöne an Großbritannien ist ja die Tatsache, dass sie Musik so verdammt ernst nehmen. Ein Grund, warum ich hier bin. So widmet sich Elbow-Sänger Guy Garvey in einer BBC-Radiosendung eine ganze Stunde Leonard Cohens Song “Hallelujah” und seinen verschiedenen Interpreten. Und das Schöne - anders als die BBC-Fernsehgeschichten man kann dies auch in Deutschland hören - für die nächsten drei Tage zumindest noch. Versucht entweder die Adresse oder diese. Ach, ich persönlich bevorzuge übrigens die Fassung von Jeff Buckley. Wie so viele.
12. Juni 2009 ››› Abgelegt unter Brit-Stuff

Wer zufällig in Sailsbury beim Boatsman vorbeikommt, sollte die Finger von dem Käsekuchen lassen. Nicht, dass er schlecht wäre, aber sie meinen es ziemlich gut mit den Portionen und der Sahne oder was auch immer für fettiges Zeug sie in den Kuchen packen. So etwas kann man nur völlig ausgehungert essen, sonst droht Magenverklumpung.
11. Juni 2009 ››› Abgelegt unter Brit-Stuff
Der erste coole Sommerhit ist da: „Heavy Cross“ von Beth Ditos Band Gossip. Ist so was wie Discopunk – und die gute Beth hat eine klasse Stimme, die bis ins Mark geht. Beth wird momentan von den Medien hofiert, weil sie Liebling von Kate Moss und anderen angesagten Londonern Hipstern ist. Sie ist ganz schön dick, aber das hat sie nicht davon abgehalten, auf dem Cover von NME und dem neuen Love-Magazin zu posieren. Ach, und lesbisch ist sie auch noch. Das sind also gleich zwei Dinge, die das Gros der Öffentlichkeit nicht gerade mit Applaus bedenkt. Also noch mal ein Grund, die Amerikanerin abzufeiern und „Heavy Cross“ für Stunden auf Repeat laufen zu lassen. Ihr könnt euch den Song auf Gossips MySpace-Seite anhören.
10. Juni 2009 ››› Abgelegt unter Brit-Stuff

Dank dieses intergalaktisch aussehenden Gerätes raschelt es nicht mehr!
Ich habe eine Maus in der Bude. Eine Maus! Hinter der Fußleiste raschelte es verdächtig. Zuerst habe ich gedacht, es ist vielleicht eine Kakerlake, was die Angelegenheit auch nicht appetitlicher gemacht hätte. Habe mit dem Besen gegen die Leiste gewummert und dann einen Schwanz gesehen. Iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiih. Eine Maus! Ich weiß, Menschen werden jetzt sagen – stell dich nicht so an. Aber ich habe etwas gegen Nager. Vor allem wenn sie sich in nächster Nachbarschaft befinden. Das Vieh muss weg. Bloß wie? Ich habe keine Lust, eine Mausefalle aufzustellen, denn das bedeutet ja, dass ich die Leiche auch noch entsorgen muss. Weiterlesen »
08. Juni 2009 ››› Abgelegt unter Brit-Stuff
Ich hab die legendären Steine gesehen. Jawoll, hab endlich den Weg zu Stonehenge gefunden. Wie so viele. Wenn man die Massen betrachtet, die sich täglich um diese mystischen Steine scharren, bekommt man den Eindruck, dass Stonehenge den britischen Denkmalschutz zur Hälfte finanziert. Aber die Betreiber von Stonehenge haben es geschafft, die Absperrung so zu setzen, dass man auf sämtlichen Fotos die Horden von Touristen nicht sieht. Weiterlesen »
07. Juni 2009 ››› Abgelegt unter Brit-Stuff
Heute möchte ich das Hohelied auf Armando Iannucci singen. Der Mann ist vollkommen unbekannt in Deutschland – nichts, was er geschrieben hat, hat je das Licht der deutschen Öffentlichkeit gesehen. Was eine ziemliche Schande ist. Weiterlesen »
06. Juni 2009 ››› Abgelegt unter Brit-Stuff

Das Bühnenbild von "Der Kirschgarten" - heimlich in der Pause fotografiert.
Jetzt mal was komplett anderes: Sam Mendes, Gatte von Kate Winslet und Oscar-Gewinner für „American Beauty“, hat sich mit seinem Freund Kevin Spacey zusammen getan und das US-britische Bridge-Projekt gegründet. Amerikanische wie britische Schauspieler haben sich zu einem gemeinsamen Ensemble zusammengefunden und werden von Mendes in Tschechows „Der Kirschgarten“ und Shakespeares „Ein Wintermärchen“ inszeniert. Die beiden Stücke waren schon am Broadway zu sehen und können nun in London in Spaceys Theater „Old Vic“ betrachtet werden. Weiterlesen »
05. Juni 2009 ››› Abgelegt unter Brit-Stuff
Warum nur? Helen Fielding, Erfinderin von Bridget Jones, hat sich wohl den Erfolg von “Mamma Mia” angeschaut und gedacht: Och, die Kohle könnte ich auch gebrauchen. Und Texte für das Musical “Bridget Jones” geschrieben! Schlimm, schlimm, noch mal schlimm. Bin keine Freundin von Musicals - höchstens von französischen Filmen, in denen die Schauspieler mit dünner Stimme trällern. Die Vorstellung, dass meine Heldin Bridget nun zur Musicalfigur wird, lässt mich frieren. Die Fortsetzungen vom Buch wie auch vom Film waren ja schon grenzwertig, ein Musical kann nur abscheulich werden.
Wen sie wohl besetzen? Renée Zellweger wird sich ja wohl kaum für neun Monate auf die Bühne stellen. Und Colin Firth schon mal gar nicht. Gerüchte besagen, dass der formidable Jack Davenport interessiert sei. Hmm. Nein, auch das wird kein Grund für mich sein, meinen Fuß in ein Londoner Musicaltheater zu setzen.
03. Juni 2009 ››› Abgelegt unter Brit-Stuff
Douglas Adams - ohne den die Welt ziemlich grau gewesen wäre - liegt auf dem Highgate Friedhof begraben. Adams hat uns mit der fünfteiligen Buchserie “Per Anhalter durch die Galaxis” beehrt, aber auch mit dem großartigen Sachbuch “Die Letzten ihrer Art” über bedrohte Tierarten. Aber den größten Eindruck hat er - der viel zu früh Verstorbene - mit seiner Anhaltergeschichte hinterlassen. Wer sie gelesen hat, weiß deshalb, dass man beim Reisen durch das Weltall nie auf ein Handtuch verzichten sollte.
Ein Adams-Fan hat sich wohl gedacht, dass man es auch als Geist auf dem Friedhof gebrauchen kann und hat liebevoll ein Handtuch über den Grabstein gelegt. Sehr rührend.