Ach, wie nett: David Tennant knutscht auf der Comic Con in San Diego John Barrowman - und der kann sich darüber sehr freuen. Wie es wahrscheinlich Millionen von anderen Damen und Herren auch beglücken würde. Tennant spielt bekanntlich die Titelrolle in “Doctor Who” und Jack Barowman durfte vor nicht allzu langer Zeit als Captain Jack Harkness in “Tochwood” fiese Kinderräuber bekämpfen. Nun wird Barrowman wegen eines Kusses nicht seinen Partner verlassen - und Tennant dürfte auch weiterhin reizende Blondinen an seiner Seite haben. Aber nett ist es trotzdem:
Wenn der Doctor den Captain küsst…
Malendes Brit-Pack: Desperate Romantics
Wenn die BBC etwas kann, dann sind es Kostümdramen. Hatten sie sich in der vergangener Zeit meistens heiratswilligen Damen gewidmet, kann man nun attraktive junge Herren beim Malen zuschauen. “Desperate Romantics” heißt die neue Serie - und ich bin gleich verzückt. Es geht hier um die Pre-Raphaelitische Bruderschaft von Dante Rossetti, Millais und Hunt, die Mitte des 19. Jahrhunderts zusammenfand und bildende Kunst neu definierte. Das klingt jetzt vielleicht schnarchig, aber die Dialoge sind witzig, und die Jungs spielen gut.
Außerdem taucht Tom Hollander auf- in diesem Fall als John Ruskin, der Künstler damals mit seiner Kritik vernichten konnte - oder eben fördern. Und wie immer spielt Hollander hervorragend. So voller unterdrückter Emotionen, dass man denkt, er erstickt gleich dran. Aber der heitere Ton überwiegt in der Serie, die den bescheuerten Titel “Desperate Romantics” bekommen hat. Den haben sich garantiert Marketing-Menschen ausgedacht.
Kunst für jeden: Sockel-Stehen in London
Wer für eine Stunde die Aufmerksamkeit von Fremden haben möchte - und dabei noch Kunst schaffen will, sollte sich für das Londoner Kunstprojekt ”The Fourth Plinth” bewerben. Der Fourth Plinth ist ein Sockel, der seit 1841 auf dem Trafalger Square steht - ohne Bewohner. Kein gewichtiger General oder Aristokrat hat sich seiner bemächtigt.
Nun hat sich der britische Künstler Antony Gormley diese Leerstelle in der Londoner Innenstadt geschnappt und seine Landsleute aufgefordert, diesen Sockel für ihre Zwecke zu nutzen. Bis zum 6. Oktober kann sich jeder, der sich beworben und angenommen wurde, für eine Stunde auf diesen Sockel stellen und Nachrichten verbreiten. Oder einfach nur doof darauf rumstehen und den Touristen winken. Wie diese Dame:
Die Frage, die sich hier stellt – was macht man in dieser einen Stunde? Welche Botschaft will man loswerden? Oder um es mal direkt zu sagen – was würde ich auf diesem vierten Sockel in die Welt hinausschreien?
Ich danke dem britischen Fernsehen für so großartige Serien wie „The Thick of It“, „Black Books“, „Green Wing“, „The Office“ oder „Party Animals“ – weiter so! Das wäre doch nett – zumal von einer Deutschen. Unerwartet. Ich könnte aber auch das Offensichtliche machen – mich beklagen. Eine Beschäftigung, die Deutsche wie Briten sehr gerne pflegen, wie ich mittlerweise festgestellt habe. Weiterlesen »
Aus dieser jungen Dame wird was: Carey Mulligan
Im Oktober wird in Großbritannien “An Education”, ein Film nach einem Drehbuch von Nick Hornby herauskommen. Hornby hat uns “Fever Pitch”, “About A Boy” und “High Fidelity” gegeben. Nix Schlechtes also. Aber ich möchte gar nicht über Hornby schreiben, sondern über den neuen Star in “An Education” - Carey Mulligan. Sie kann was. Sie hat in der besten Doctor-Who-Folge überhaupt mitgespielt: “Blink”:
Doctor Who: Neuer Time-lord, neue coole Klamotten
Hier im Doctor-Who-Land, sprich Großbritannien, sind sie alle sehr aufgeregt, denn es wird Ende des Jahres einen neuen Doctor geben. David Tennant will wohl wieder in Ruhe einkaufen gehen, obwohl das wohl nicht passieren wird. Matt Smith wird die Rolle des außerirdischen Time Lords spielen. Und gerade hat man ein Foto von ihm und seiner neuen Begleiterin veröffentlicht. Und sie haben ein cooles Outfit für den jungen Mann gefunden - ein wenig exzentrisch mit Tweed und Fliege, aber coolen Schuhen. Und die junge Dame, die ihn fortan auf seinen Reisen durch Zeit und Raum begleiten wird, hat auch das Zeug dazu, Teeniejungs den Schlaf zu rauben. Well done.
Neuer London-Lieblingsplatz: Richmond
London ist ja bekanntlich riesig - und voller schöner Plätze. Als Touristin hält man sich meistens immer nur in der Innenstadt auf. Dabei gibt es ja soviel Schönes auch ein paar Meilen weiter zu bestaunen. Ich liebe Hampstead, den schönen Park, von dem man einen fantastischen Blick hat. Unglaublich posh - da kann man schon Sozialneid entwickeln. Ich möchte auch hier wohnen:
Hampstead liegt im Norden von London - und wer was auf sich hält, wohnt dort. Aber jetzt hab ich auch das südliche Pendant mal besucht: Richmond. Ähnlich posh und einen Anflug von Sozialneid kann man ebenfalls nicht unterdrücken:
Wer also ein bisschen mehr Zeit hat und auf Gediegenes steht - denn natürlich sind Orte wie Shoreditch oder Hackney cooler - der sollte sich in Zug nach Richmond setzen und ein wenig an der Themse entlang laufen. Macht glücklich und zufrieden.
Eddie als Strichmännchen
Eddie Izzard ist der witzigste Mann unter der Sonne. Das steht mal fest. Und er hat die kreativsten Fans. Seine Stand-up-Geschichten werden regelmäßig von Leuten auf youtube mit Lego nachgespielt oder als Strichmännchen. Wie dieses hier - Enjoy:
Ashes - die merkwürdige Art des Cricket
Momentan wird in London ja das traditionelle Ashes-Turnier ausgetragen. Cricket. Eine Welt, die sich mir nie erschließen wird, die aber meine Umgebung in helle Aufregung versetzt. England spielt gegen Australien - und die Menschen rasten aus, wie Stephen Fry:
Im Park muss man allerorten Bällen ausweichen, denn kleine Jungs versuchen sich in dieser Sportart, die so voll von mysteriösen Spielregeln ist, dass ich es längst aufgegeben habe, sie zu verstehen. Wikipedia weiß Rat, aber ich lese das und verstehe eh nur Bahnhof. Warum ich mir überhaupt die Mühe mache? Neil Hannon, der von mir sehr geschätzte Frontman von Divine Comedy, hat ein Album nur über Cricket gemacht: The Duckworth Lewis Method. Viele schöne Pop-Perlen befinden sich auf dem Werk. So schön, dass ich mir jetzt vielleicht doch noch mal den Wikipedia-Text anschaue, um die Texte zu verstehen. Es gibt keine Videos zum Album, aber die Jungs haben in Dublin gespielt:
And now something completely different: Weiterlesen »
Bridget Jones und das Baby
Ich weiß wirklich nicht, ob ich die Nachricht so begrüßen soll. Es wird einen dritten Bridget Jones-Film geben. Und dieses Mal möchte Bridget (Renée Zellweger) ein Baby - von Cleaver (Hugh Grant) oder Darcy (Colin Firth) ist egal. Ich habe den ersten Film geliebt und den zweiten ziemlich schlimm gefunden. Als ich die Schauspieler damals interviewt habe und sie eher rhetorisch nach einem dritten Film gefragt habe, waren sie nicht sehr begeistert. Aber die Kohle wird wohl stimmen. Oder die Aussicht auf “Bridget - Das Musical”, was wohl demnächst in London seinen Schrecken verbreiten wird, hat den Produzenten Beine gemacht. Was auch immer - nächstes Jahr wird Bridget-Jahr - Film und Musical. Und so sehr ich die Figur Bridget Jones liebe - es riecht verdammt nach Ausverkauf.
Warum die dänischen Brüder die amerikanischen schlagen werden…
Dieses Mal nix Britisches, aber muss ja auch nicht immer sein. Nein, Jim Sheridan hat Susanne Biers grandioses “Brüder” für den amerikanischen Markt “remaked”. Mit tollen Schauspielern wie Natalie Portman, Jake Gyllenhaal und Toby Maguire. Alles gut und schön - aber warum nur? Ich maule deshalb, weil das dänische Original so großartig war. Weiterlesen »

