25. Januar 2010 ››› Abgelegt unter Brit-Stuff

Things they do differently

Being German and having enjoyed quite a few British TV shows  over the years, I have discovered a huge difference between the British programmes and their German counterparts: if you are a principal character in a UK show you are more likely to get killed. We Germans like our stars, so we nurture them; it’s very rare that they see their mortal demise and if they do it’s advertised months before, so we can agonise about it.

I got the first shock  years ago whilst watching „Cracker“. Christopher Eccleston’s inspector bled to death. I couldn’t believe what I saw. He was the inspector, one of the main characters besides Robbie Coltrane’s cynical psychiatrist Fitz! And he died. Just like that. I am not saying that this was a major blow for the show; it was very good for the development of the other characters. I am just saying that you don’t kill popular policemen on German telly. Eccleston’s inspector wasn’t the last. You just have to watch „Spooks“ to know that you shouldn’t get too attached to a character – he or she will face a horrible death, that’s certain. Or take „Torchwood“ – most of the supporting cast around Jack Barrowman’s Captain Jack Harkness are dead after three seasons. No one saw this coming.

I think writers like Russell T Davies, David Wolstencroft or Jimmy McGovern like to kill off their heroes to give the rest of the cast something to chew on,  and to throw the fans of the show into limbo. The agonising about Torchwood’s Ianto or Wolstencroft’s last victim Ros Myers kept several internet forums occupied for weeks. Not to mention that awful death of Spooks character Helen Flynn in a deep fat fryer. You wouldn’t find that on German television. Here people just retire, move to another country. I can’t  exactly be sure about soaps, because I don’t watch them and I know that death happens in that genre. No, I am talking purely about thrillers and I can only remember one inspector who got shot – Siegfried Lowitz, after a hundred episodes. It caused an uproar and since then German writers have found another exit for actors who want to quit the show.

Here is my theory: Germans need their fictional authority figures alive. They might be flawed, but they need to be kept breathing, otherwise the bad boys would win. So you could say that the British writers are more fearless in  what they present their audiences with. I don’t know, but could I please request that in the last series of „Spooks“ not one of the good guys gets blown up or shot, just for a change. It would ease my mind enormously.

22. Januar 2010 ››› Abgelegt unter Brit-Stuff

Dämliche Terroristen: “Four Lions”

Die Briten haben ja bekanntlich einen besonderen Humor und bei Satire hauen sie gerne noch eine Schippe drauf. Chris Morris wird in Sundance seinen Film “Four Lions” vorstellen - eine Komödie um islamische Extremisten, die Großbritannien in die Luft jagen wollen. Ja, richtig gehört, diese gefährliche Bevölkerungsgruppe wird hier durch den Kakao gezogen. Und Mr. Morris sollte sich schon mal um einen Leibwächter bemühen. Der Guardian hat sich vorab exklusiv einen Clip gesichert und der verschönt den Tag.

21. Januar 2010 ››› Abgelegt unter Brit-Stuff

Von wegen Bilbo

David Tennant spielt jetzt doch nicht mit Simon Pegg in “Burke and Hare”. Pegg hat es heute per Twitter mitgeteilt. Und es ganz schnell wieder herunter genommen. Hat wohl einen auf den Deckel bekommen, dass er den Cast-Wechsel von Tennant zu Andy Serkis heraus posaunte.

Und jetzt hat man auf einigen Seiten das Gerücht in die Welt gesetzt, dass der ehemalige Doctor Who (es schmerzt immer noch, dies zu schreiben) die Titelrolle in “Der Hobbit” spielen wird. Humbug. Ich sage ja nicht, dass er nicht großartig als Bilbo Baggins wäre, aber viel wahrscheinlicher ist ja wohl, dass der Pilot seiner amerikanischen Serie “Rex is not your Lawyer” von NBC  das Go bekommen hat. Der Sender braucht jetzt schließlich Futter für die so genannte Prime Time. Conan O’Brian hört auf, Jay Leno macht  wieder die Tonight Show und da sind jetzt Stunden zu füllen.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass Herr Tennant den “Doctor Who”-Machern Russell T Davies und Julie Gardner nach Los Angeles folgt und dort eine großartige Karriere machen wird. Und ich darf dann Jahrzehnte drauf warten, dass er hier in London im Theater auftaucht. Umpf.

20. Januar 2010 ››› Abgelegt unter Brit-Stuff

Torchwood: Von Cardiff nach Hollywood

Captain Jack Harkness wird in Zukunft gar nicht mehr mit seinem amerikanischen Akzent auffallen, denn das Format “Torchwood” wurde jetzt von seinen BBC-Machern an Fox verkauft. Jener amerikanischer Sender mit den fiesen rechtslastigen Nachrichten, aber auch Heimat von “House”. Fox hat nicht gerade eine gute Geschichte mit Scifi-Serien - “Dollhouse “etc. wurde ganz schnell der Garaus gemacht. Sicher, die Explosionen für die vierte Staffen werden jetzt noch gewaltiger werden, aber man kann wohl kaum davon ausgehen, dass die Action weiter im beschaulichen Cardiff stattfindet.

Dabei waren die walisischen Charaktere und ihr netter Dialekt immer so reizend. Vor allem Gwen und ihr Gatte. Sie hat zwar als einzige in Harkness’ Umfeld überlebt, aber Eve Myles wurde gerade Mama und wird kaum für neue Dreharbeiten zur Verfügung stehen. Das einzig Gute an der ganzen Geschichte ist die Tatsache, dass Russell T Davies weiterhin für die Geschichten verantwortlich sein wird - zu amerikanisch wird es also nicht werden. Also erst mal den Ball flach halten und sich dann beschweren.

18. Januar 2010 ››› Abgelegt unter Other Stuff

Von Carmela zu Jackie: Edie Falco rules!

Seit zwei Wochen kann man in Großbritannien Edie Falco als “Nurse Jackie” bewundern. BBC hat eine ziemlich kluge Marketingschiene gefahren: Sie haben die Serie jeden Tag ausgestrahlt, so dass jeder sehen konnte, wie großartig sie ist und sie dann für eine Woche nicht ausgestrahlt, damit alle im beim BBC-iPlayer (die ihr guten Menschen aus Deutschland leider nicht benutzen könnt) aufholen konnten. So funktioniert Fernsehen und Internet - juchee.

Aber zurück zu “Nurse Jackie”: Edie Falco, der Welt als Tony Sopranos leidende Gattin Carmela bekannt, spielt hier quasi Carmelas Gegenstück. Jackie ist auch sehr fürsorglich, aber gleichzeit hart wie Kruppstahl. Und Dreck am Stecken hat sie auch. Sie schluckt Tabletten gegen ihre Rückenschmerzen (”House” lässt grüßen) und verschweigt ihrem Liebhaber und Kollegen eine komplette Familie. “Nurse Jackie” ist mal was Frisches aus dem großen Pool von Krankenhausserien - “House” und “Grey’s Anatomy” leiden darunter, dass es sie schon so lange gibt. Und Edie Falco ist wirklich eine Wucht, aber auch ihre Mitstreiter - Eve Best als beste Freundin, Peter Facinelli als leicht durchgeknallter Arzt und Merrit Wever als naive Schwesternschülerin. Auf youtube kann man sich ein paar Sachen von dieser neuen süchtig machenden Serie schon anschauen. Und sie kommt bestimmt bald auch nach Deutschland:

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07. Januar 2010 ››› Abgelegt unter Brit-Stuff

The Big Fat Quiz

Britische Panel-Shows sind einfach schöner. Das liegt auch daran, dass die Menschen, die ihren Senf zu den Dingen geben, in der Regel einen besseren Humor haben, als die Nasen, die das deutsche Fernsehen bevölkern. Jedes Jahr strahlt Channel 4 “The Big Fat Quiz of the Year” aus. So auch dieses Jahr - es war nicht ganz so toll wie sonst. Wer ein bissken Zeit zur Hand hat, kann auf youtube sich alle fünf Quizze der vergangenen Jahre anschauen - es lohnt sich.

Bei der diesjährigen Ausgabe durften Jonathan Ross, Russell Brand, David Mitchell, Claudia Winkleman, Rob Brydon und Charlie Brooker raten, was 2009 so alles passiert ist. Sie benehmen sich dabei wie Schulkinder - das macht den größten Reiz aus. Und ich erkläre hier mal kurz wer sie sind:

Russell Brand - das dürfte der Bekannteste sein, schließlich durfte er schon zweimal die VMA moderieren. Ist ein sehr eloquenter Stand-up-Comedian, der sich jetzt in Filmen wie “Forgetting Sarah Marshall” oder “Bedtime Stories” als Schauspieler versucht. Die Klatschpresse liebt Brand, da er ständig andere Frauen hatte, nun aber wohl Katy Perry heiraten wird. Außerdem musste er Ende 2008 seine BBC-Radiosendung verlassen, da er mit Jonathan Ross einen alten Schauspieler beleidigt hatte.

Kommen wir zu Jonathan Ross. Er ist sowas wie der Gottschalk des britischen Fernsehens, hat eine Talkshow und auch eine Radiosendung. Sein lockeres Mundwerk sorgt immer wieder für Skandale. Außerdem verdient er über sechs Millionen Pfund im Jahr - das mögen die Briten nicht. Aber nicht mehr lange - heute hat er verkündet, dass er die BBC verlässt. 

Charlie Brooker ist einer der besten Schreiber in Großbritannien. Jede Woche kann man seine wunderbaren Ergüsse im Guardian lesen - und es ist meistens eine Wonne. 

David Mitchell hat zusammen mit seinem Kumpel Webb eine sehr erfolgreiche Comedy-Serie. Oft als Nerd unterwegs und kann schlecht verbergen, dass er unglaublich clever ist.

Claudia Winkleman moderiert hier sämtliche TV-Shows. Mehr kann ich allerdings auch nicht zu ihr schreiben.

Rob Brydon spielt in “Gavin und Stacey” wunderbar einen sehr naiven Onkel und kann großartig einen Mann in einer Schachtel darbieten.

Moderator Jimmy Carr ist sowas wie ein Superstar unter den Stand-up Comedians, macht oft sehr geschmacklose Witze, ist aber als Moderator von “The Big Fat Quiz” großartig.

So, jetzt könnt ihr schauen:

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04. Januar 2010 ››› Abgelegt unter Brit-Stuff

Tennant-Festival

Die Daily Mail - schlimmes Krawallblatt -  hat ausgerechnet, dass man David Tennant 75 mal in den vergangenen Wochen in Funk und Fernsehen erleben konnte. Der Gute hat sich ein bissken bei der Promo für “Doctor Who” übernommen und war in fast allen wichtigen britischen Sendungen unterwegs - “QI”, “Never Mind The Buzzcocks“, die “Graham Norton”-Show - ach, ich tipper mir die Finger wund, wenn ich sie alle aufzähle. Es war wirklich zu viel. Ich darf das sagen. Herr Tennant gehört zu meinen Guckschätzen, seit er vor vier Jahren als “Doctor Who” aufgetreten ist - eine Action-Figur, die sein Antlitz trägt, verschönert das Bad.

Bei diesen ganzen vielen Auftritten, die seinen Abgang als Doctor begleiteten, fiel aber eine aus dem Rahmen: Catherine Tates Weihnachtsspecial. Frau Tate ist eine sehr beliebte Komikerin, die in der vierten Who-Staffel auftrat. Als Gegenleistung war nun Herr Tennant in ihrer Show zu sehen, und es war eine  wahre Wonne. Seht selbst:

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02. Januar 2010 ››› Abgelegt unter Brit-Stuff

Tränen für Tennant

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So, jetzt isser wech - der Herr Tennant spielt nicht mehr den Doktor. In Deutschland interessiert sich ja keine Sau für die britische Sci-fi-Serie “Doctor Who” - sie schauen lieber “Torchwood”, aber in Großbritannien haben sich zehn Millionen die Augen ausgeweint, als David Tennant sich in Matt Smith verwandelte. Nur kurz zu Aufklärung - Doctor Who gibt es seit 62 im britischen Fernsehen. Der Doktor ist ein Time Lord, ein Alien, der nicht stirbt, sondern sich bei einer ernsthaften Verletzung in einen neuen Doktor verwandelt. Das passiert dann immer, wenn die Schauspieler nicht mehr wollen. 

Tennants so genannte “Regeneration” war die zehnte. Und sie war traurig. Der erste Teil, der am ersten Weihnachtstag ausgestrahlt wurde, war ein bissken konfus, aber im letzten hat Schreiber Russell T Davies und vor allem sein Hauptdarsteller Tennant alles gegeben. Man konnte sich von allen wichtigen Figuren verabschieden - da hat es mich ja erwischt - Rose! Jack Harkness! Schon wurden die Augen feucht. Es war eine schöne Zeit, aber ich bin auch schon auf den nächsten Doctor gespannt - Matt Smith!

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