28. Juni 2010 ››› Abgelegt unter Brit-Stuff

Popstar Matt Smith

Das ging ganz fix: Im vergangenen Jahr kannte noch keine Sau Matt Smith und nun präsentiert der neue “Doktor” schon in Glastonbury. Meine Mucke ist es ja nicht, aber trotzdem entzückend:

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Und ich überlege wirklich, ob ich meine IIIIIIIIh-Camping-Festival-Haltung überdenken soll. Denn Glastonbury ist hier so etwas wie eine Messe. So viele coole Bands spielen. Dann gibt es die eine oder andere Überraschung: Thom Yorke tauchte auf und sang ein bissken Radiohead-Songs, The Edge spielte mit Muse. Die Sonne schien auch. Allerdings 200.000 Leute sind ja doch ein bissken viel. Vielleicht sollte ich erstmal klein starten - um die Ecke gibt es ja auch schon nette Festivals.

28. Juni 2010 ››› Abgelegt unter Brit-Stuff

So nu aber auch nicht

deutschlandenglandAch, jetzt hat also Deutschland die Engländer aus dem Wettbewerb gekickt. Wie schon erwähnt, ich wollte ja, dass Deutschland gewinnt, aber so nun auch wieder nicht. Ein nicht gegebenes Tor und dann knicken Rooney & Co  noch so komplett  ein.

Auf der anderen Seite ist es aber auch ganz gut, dass sie so schlecht waren. Man denke nur an die Variante, wenn es beim 2:1 geblieben wäre. So können sich meine lieben Mitmenschen hier darauf konzentrieren, einen ganzen Kübel Häme über die Jungs zu schütten. So etwas können sie gut. Sie sind aber auch gut, die ganze Angelegenheit mit Galgenhumor zu nehmen. Ich musste nach dem Spiel quer durch London - und es war gar nicht schlimm. Die frustrierten Nasen, die vielleicht Krawall gemacht hätten, waren verschwunden. Und es ist auch nicht gefährlich, sich als Deutsche zu outen. Die Engländer sind viel zu sehr mit der Gurkentruppe und deren etwas rätselhaften Trainer beschäftigt. Und natürlich mit dem nicht gegebenen Tor. Die meisten geben auch zu, dass Deutschland die viel bessere Mannschaft war.

Also alles in allem okay, aber Leid tun sie mir schon. Irgendwie. Sicher ist nur, dass die Engländer beim Spiel Argentinien - Deutschland zu uns halten werden - da sind noch viel ältere Rechnungen zu begleichen - ‘Hand Gottes’ und so.

25. Juni 2010 ››› Abgelegt unter Brit-Stuff

Rivalry? What Rivalry?

Well the worst has happened: Germany is playing against England. I cannot win. My sympathies are with both teams but if I am honest I want Germany to win. There, I have written it. And the world hasn’t collapsed. Of course I want Germany to win: I am German. And I am more conscious of this little piece of information the longer I am living away from my home country.

It is interesting however to watch football in the UK. A whole different world, new pundits, new commentators – and they are not an inch better than the German ones. It has to do with the job – football commentators will always paddle in a big pool of cliches. And now England is playing Germany and here they come – all the war references they can get hold of. Sigh. Big Sigh. But there are voices of reason like Martina Hyde in the Guardian. And of course all my loved ones here in London.

People like Hyde lay the fingers in the wound, as we say in Germany: this rivalry does not exist back home. Yes, it would be highly inconvenient if England knocks Germany out of the tournament. But it won’t be the end of the world. There is worse to consider if you ask most of the German football fans - being beaten by the Dutch. That’s the real rivalry. And, speaking for myself, being beaten by oily Italians hurts more.

So let’s make a deal – I won’t be obnoxiously triumphant if Germany beat England and from the other side I would like to endure only a couple of days of bragging. Knowing that a victory will boost confidence and have an impact on the economy I could live with a victorious English team. If this is the price of getting a job I shall pay it gladly.

25. Juni 2010 ››› Abgelegt unter Brit-Stuff

Die britischen Gartenmeister

Wenn die Briten etwas können, dann ist es tolle Blumenbeete anzulegen. Hier wieder ein Beispiel von netter öffentlicher Gartenkunst. Da können sich die Deutschen ruhig mal etwas abschauen: blumenlochnessmonster

22. Juni 2010 ››› Abgelegt unter Other Stuff

Neue Helden: Hamish and Andy

Diese Jungs waren mir bislang noch nicht über den Weg gelaufen, aber sie tauchten neulich bei der Graham Norton Show auf und waren ganz entzückend: Hamish and Andy. Die beiden sind große Stars in Australien, schwitzen aus jeder Pore Kleine-Jungen-Charme und erhellen den Tag:

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14. Juni 2010 ››› Abgelegt unter Brit-Stuff

Perfekte WM

So, ich hab es also geschafft, das Deutschland-Spiel ohne das Gebrüll von alkoholisierten Menschen zu schauen. Der einzig alkoholisierte Mensch, der gebrüllt hat, war ich. Es war schon komisch, ein Deutschlandspiel zu sehen, ohne dass Jürgen Klopp einem in der Pause erklärt, warum der Pass schon viel früher hätte kommen müssen.

Die Briten haben so etwas nicht: Bei BBC und ITV gibt es kein Gedöns, nur überdimensionale Couchtische und ebenso flaches Gelaber. ITV hat Leute wie Keegan, Zeedorf und Viera, wobei Zeedorf immer den Spielverderber gibt und Viera versucht, sehr gepflegt und gediegen zu wirken. Nach dem Deutschlandspiel waren sie sehr zögerlich mit Lob, nur Keegan hat gepriesen – Recht so. Die Jungs haben schließlich auch gut gespielt.

Die Kommentatoren (in UK gibt es immer zwei Kommentatoren pro Spiel) waren jedenfalls alle sehr verliebt in Özil und bibberten vor einem möglichen Achtelfinale Deutschland – England. Das will ich auch nicht. Dann bekommen wir ja gar keine Wohnung – es sei denn, sie wird von Iren oder Schotten vermietet. Seufz.

13. Juni 2010 ››› Abgelegt unter Brit-Stuff

Keine optimale WM

zeitgeistfusballIch weiß wirklich nicht, ob ich mir das noch einmal geben muss: ein England-Spiel in einem Pub schauen. Dabei war es noch ein deutscher Pub - Zeitgeist in Lambeth. Himmel, war das laut. Mr D hat zu Recht gesagt, was erwartest du denn von einem Pub? Dass die Leute höflich ihre Stimme senken, damit du in Ruhe dein Spiel schauen kannst? Ja, ganz genau! Sie haben noch nicht einmal geschaut!

Okay, das Spiel England-USA wurde immer grottiger, aber irgendwann  haben vielleicht nur noch zehn Prozent ihren Kopf in Richtung Leinwand gereckt. Dafür wurden zwischendurch die Rufe “England”, “England” immer lauter. Schon merkwürdig. Wir haben zwar einen Fernseher, aber keinen Empfang, man sieht nur Schnee, wenn man die Glotze anwirft. Ich muss mich also kackfrech bei den Leuten zum Fußballschauen einladen (ich bin hier nicht gerade von Fußballfans umringt) oder das Spiel auf dem Computer gucken. Das Internet verabschiedet sich aber leider immer wieder - vielen Dank, Virgin Media. Nein, das ist nicht die WM wie ich sie mir wünsche.

For my English friends:

I really cannot say that I am having a jolly good time watching the World Cup in London. First there was my attempt to watch it on the computer, but because our connection is not very reliable - thank you very much Virgin Media! - this is no fun. Nor is watching it in a crammed pub. I just want to see football. But it is so bloody loud, people are not really paying attention and are chatting throughout (yes, I understand the concept of a pub).

So I have yet to find my perfect World Cup experience. It has to be somewhere at a friend’s house. Unfortunately I am not surounded by  fans. I just have to be bold and invite myself to their couches anyway. Such beautiful HD flat screens - so perfect for football. I will just be very antisocial and stare at the telly. Not nice I know, but it’s the World Cup. And today Germany is playing. You have to do something!

11. Juni 2010 ››› Abgelegt unter Brit-Stuff

Verdammt sollt ihr sein - ihr Estate Agents!

Ein Grund, warum ich momentan nicht mehr so fröhlich über britisches Entertainment schreiben kann, liegt daran, dass wir uns wieder auf Wohnungssuche begeben müssen. Mein Herz flaggt  Trauer. Aber ich will hier gar nicht greinen. Nein, ich werde einfach mal eine britische Charaktereigenschaft aufnehmen. Verdammen! Jawohl. Und wer sorgt dafür, dass mein Sonnenscheingemüt eher grummelig daher kommt? Makler! Hier heißen sie ja Estate Agents. Mr D. hatte immer gesagt, dass diese Berufsgruppe kurz vor Folterern kommt. Ich wollte das nie glauben, aber mittlerweile sehe ich genauso rot. Wenn ich noch einmal bei einer Estate Agency anrufen muss, fange ich an zu schreien. Und falls ich mir noch einmal Wohnungen im Internet anschauen muss, werde ich blind.

Da wir immer noch keine Wohnung haben, könnt ihr bald mein Schreien bis in die deutsche Heimat hören. Der Grund für diese Agonie liegt einfach daran, dass sie einen wie Dreck behandeln. Bei einer Agentur habe ich sechs Mal angerufen, um eine Besichtigung zu bestätigen. Sie hatten mir immer wieder versprochen, zurückzurufen und mich mit der genauen Adresse zu versorgen. Haben sie nicht gemacht, und dann war die Wohnung auch weg. Überhaupt zurückrufen. Tun sie einfach nicht. Mittlerweile denke ich, es liegt an meinem deutschen Nachnamen. Paranoia lässt grüßen.

Aber es ist Weltmeisterschaftszeit und da hört man meistens nichts Nettes über die Deutschen. Ach, das ist auch nicht wahr -der Durchschnitts-Londoner, der mir bislang begegnet ist, hat nie was Schlimmes gesagt. Im Gegenteil - meistens haben sie die German Efficiency gelobt. Ich werde mich jetzt also beruhigen und weiter nach Wohnungen Ausschau halten. Nutzt ja nix. Und während ich das so mache, dürfen unsere deutschen Jungs ruhig guten Fußball spielen.

08. Juni 2010 ››› Abgelegt unter Brit-Stuff

Doctor Who mit Curtis-Touch

Ach, es ist schon eine Wonne, die neuen “Doctor Who”-Folgen schauen zu dürfen. Am vergangenen Sonntag war es besonders schön. Der Doctor und Amy trafen auf Vincent van Gogh. Kleiner Sprachexkurs: Wir Deutschen machen aus dem Namen ein Goch, die Briten ein Goff und die Amis ein Goh, der gute Vincent würde aber Chuch sagen. Haben wir wieder was gelernt, gelle.

Aber zurück zu Doctor Who: Vincent war hier eine ganz traurig depressive Gestalt, die nie die Anerkennung für sein Werk bekam. Und dazu auch noch Monster sah, die kein anderer bemerkte - selbst der Doktor nicht. Es war eine wunderschöne Folge, die in Tränen endete. Warum, werde ich jetzt nicht verraten, aber weise Worte wurden gesagt: Auf der Welt gibt es gute und schlimme Dinge. Die guten Dingen machen die schlimmen nicht besser, aber anders können die schlimmen Sachen das Gute auch nicht versauen. Gut gesagt, gelle. Kein Wunder, die Worte stammen ja auch von Drehbuchautor Richard Curtis, der die Welt mit “Vier Hochzeiten und ein Todesfall”, “Love Actually” und “Blackadder” schöner gestaltet hat. Und nun hat er auch Doctor Who seinen wohlig warmen Touch gegeben. Feine Sache:

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04. Juni 2010 ››› Abgelegt unter Other Stuff

Late-Night Dance-Off

Conan O’Brian tourt nach seinem Rauswurf bei NBC durch die Staaten. Er kam dabei auch an seine alte Wirkungsstätte New York zurück und traf dabei auf seine Late-Night Rivalen von der Daily Show und Stephen Colbert Show. Und lieferte sich ein Dance-Off. Wahre Wonne:

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