23. Januar 2012 ››› Abgelegt unter Brit-Stuff

Auf die Tränendrüsen: ‘War Horse’

Ich wusste schon, dass ich bei ‘War Horse’ heulen würde. Wenn das Leben von Tieren auf dem Spiel steht, geht das nicht anders. Merkwürdigerweise hatte ich bei Spielbergs Fassung von ‘War Horse’ immer Ursus vor Augen, dabei ist Joey ein Pferd. Aber was für eines! Ein eigensinniger Warmblütler, der aber auch mal ein Feld pflügen kann. Diese Qualitäten muss er auch haben, denn er muss den Ersten Weltkrieg überleben - und hat kaum eine Chance. In Großbritannien ist der Film ein großer Hit, ebenso das Theaterstück, das nun schon seit über zwei Jahren in London gezeigt wird. Bei Pferden werden die Briten weich. Ich glaube auch nicht, dass es in Deutschland ein Denkmal für die Tiere im Krieg gibt.

Steven Spielberg hat sich also des Stoffes angenommen. Joey wird von dem störrischen Bauern Ted Nerracott (Peter Mullen) gekauft und sein Sohn macht es sich zur Aufgabe, den Wildfang zu zähmen. Aber dann kommt der Krieg und das Pferd wird verkauft. Es gerät in die unterschiedlichsten Hände und ich will hier nicht zu viel verraten, aber Glück bringt er nicht gerade. Die Kriegsszenen sind unglaublich realistisch, wenn ich das überhaupt beurteilen kann - ich habe nur einen Bruchteil gesehen - ich kann nix mehr ab. Das ist schon alles sehr packend und ich würde hier auch gerne schreiben, dass er ein großartiger Film ist. Er ist ein guter. Dass er nicht zu einem Meisterwerk wurde, liegt an dem verkitschten Ende. Tschuldigung, dass ich hier schon wieder zu viel Information gebe, aber das hätte man schon anders machen können. Weniger orange.

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