Anja Kleinelanghorst wurde in dem Jahr geboren, als Borussia Mönchengladbach die Bundesligasaison mit Platz acht abschloss und Bob Dylan mit The Band in Woodstock fröhlich musizierte. Damit sind dann auch gleich mal die zwei Konstanten ihres Lebens genannt. Rechnet man alles zusammen, hat Dylan ihr mehr Freude bereitet als die torfnasigen Fohlen. Aber so ist das halt als Fußaballfan - mitgehangen, mitgefangen.
Sie wuchs im schönen Oelde auf, nur um es nach 19 Jahren Richtung Marburg zu verlassen. Dort studierte sie Politik und Osteuropäische Geschichte. Sie ist leider bei der Lektüre von Marx’ Das Kapital über den Fetisch-Charakter der Ware nicht hinaus gekommen. Aber Marx ist ja wieder im Kommen, vielleicht schafft sie den Rest auch noch.
Nach einem beglückenden Studium, zog es sie nach Hamburg, wo sie bei der Hamburger Rundschau ihr Volontariat machte. Sie arbeitete danach für diverse Entwicklungsprojekte, was bedeutet, dass die Welt ihre damaligen journalistischen Großtaten nie lesen wird. Es sei nur gesagt - sie hat Green Day für Deutschland entdeckt. Und dann kam zehn Jahre die fantastische Online-Welt in Gestalt von AOL.
Ihr allererstes Interview führte sie mit Black Sabbath, eine etwas beängstigende Begegnung. Es folgten viele andere. Harrison Ford hat mit ihr den Fußboden aufgewischt, dafür hat sie Tommy Lee Jones zun Lachen gebracht. Sie konnte zudem im Gespräch mit Guckschatz Colin Firth zusammenhängende Sätze formulieren - was sie als persönlichen Triumph betrachtet.
Jetzt teilt sie ihr Leben zwischen London und Hamburg auf. Und bloggt. Über all die schönen britischen Dinge, die es in Deutschland noch nicht oder nur ganz vereinzelt gibt. Filme wie “In the Loop” oder “The Damned United” dürfen einfach nicht an Deutschland vorbeigehen. Veranstaltungen wie Gay Bingo oder HungaMunga sollten auch deutsche Städte überfluten - weil sie die Welt einfach ein bisschen schöner und bunter machen. Und das braucht man doch in diesen harten Zeiten.
And now something complete different
Anja Kleinelanghorst was born in those glorious times when Borussia Mönchengladbach was on the verge of becoming a top team and Bob Dylan spended his time recording strange music with The Band in Woodstock.
She grew up in a small town of Oelde, fled from there to study politics and east european studies in Marburg, where she just managed to read one chapter of “Das Kapital” by Karl Marx. Some day, she’ll find the time…
Post-graduate she went to the wonderful city of Hamburg to become a proper journalist. She wrote for a small weekly magazine called “Hamburger Rundschau” and for some magazines which never got published - so you won’t see any of her tremendous work of that time. Only this - she discovered Green Day! And then came ten great years of being an online editor for AOL.
Her first interview was with Black Sabbath, a slightly scary experience. Harrison Ford wasn’t friendly either, but Tommy Lee Jones laughed at her jokes. She managed to get proper sentences out of her mouth whilst interviewing Colin Firth. A great professional achievement, if you ask her.
And now she lives in London and Hamburg. And blogs. About all the fantastic things germans won’t see - movies like “In the Loop” or “The Damned United“. TV series like Human Nature, Party Animals or The Thick of It. Or alternative clubbing in the shape of Gay Bingo or HungaMunga.