02. März 2011 ››› Abgelegt unter Other Stuff

R.I.P. Suze Rotolo

Suze Rotolo ist tot. Die junge Frau, die sich auf Dylan’s Cover zu ‘The Freewheelin’ Bob Dylan” an ihn geschmiegt hat, während sie durch Greenwich Village schlenderten. In meiner Jugend habe ich sie immer heiß beneidet. Damals hatte ich aber auch noch einen rosarot verklärten Blick auf Herrn Dylan. Der Blick ist immer noch nicht klar, dulde nach wie vor kaum Kritik an den Meister, aber ich muss schon sagen - nett ist der nicht!

Suze Rotolo war seine erste richtige Freundin und hat ihn damals politisch geprägt. Durch sie hat Herr Dylan viele Denker erst kennen gelernt. Das weiß man aber auch erst jetzt, denn vor drei Jahren hat sie ihre Autobiografie geschrieben. Vorher hat sie immer die Klappe gehalten. Sie wollte nicht nur durch Dylan definiert werden. Kann man verstehen - ‘Freundin von’ ist kaum eine befriedigende Existenz. Aber sie hat zum Schluss damit ihren Frieden gemacht und ein sehr interessantes Buch geschrieben. Mit Dylan stand sie auch wieder in Kontakt. Das versöhnt mich wieder. Suze Rotolo ist am 24. Februar im Alter von 67 an Lungenkrebs gestorben. Ihr zu Ehren lege ich jetzt “Boots of Spanish Leather” auf den Plattenteller.

01. März 2011 ››› Abgelegt unter Other Stuff

Die Oscars werden auch immer langweiliger

Da fahre ich extra nach Deutschland, um die Oscar-Verleihung zu sehen und dann ist die so schnarchig. In Großbritannien kann man die leider nur im Bezahlfernsehen anschauen, deshalb bin ich mal kurz über den Kanal, um ja nicht zu verpassen, wie Colin Firth seinen Oscar bekommt. Aber wie so oft waren die Preise schon im Vorfeld längst vergeben und es gab kaum Überraschungen. Tom Hooper für “The King’s Speech”, aber das war’s.

Aber zumindest konnte man sich gleich am Anfang über Melissa Leo aufregen - was für eine Unsympathin! Die Gute hatte für sich  vorher Anzeigen geschaltet, bei der sie in vermeintlich verführerischer Pose Werbung für sich gemacht hat. Man hatte gedacht, dass sie sich damit ins Knie geschossen hatte, aber die Amerikaner scheinen Eigeninitiative zu lieben und so bekam sie für “The Fighter” den Oscar als beste Nebendarstellerin. Und tat so, als ob das alles schwer überraschend kam - dann hat sie auch noch geflucht, ach, es wirkte alles gestellt - nicht schön.

Mein Drehbuchheld Aaron Sorkin hat erwartungsgemäß für “Social Network” gewonnen und auch eine nette Rede gehalten. Ebenso konnte Herr Firth seinen trockenen britischen Humor in seiner Dankesrede einbringen. Aber da war ich schon so eingelullt von der ganzen Veranstaltung, dass ich mich noch nicht einmal zu einem Jubelschrei durchringen konnte. James Franco und Anne Hathaway mögen zwar nette Leute sein, aber für so eine Veranstaltung muss ein Stand-up Comedian ran. Was hab ich mich gefreut, als ich Billy Crystal gesehen habe - auch wenn der ziemlich gemacht aussah (Botox! Schwarz gefärbte Haare!) Aber der Herr weiß halt, wie man so etwas macht.

Ich möchte bei der Oscar-Verleihung lachen können und gerührt sein - das konnte ich bei den Oscars 2011 nur bedingt. Und dann musste ich auch noch bei Pro Sieben die doofen wiederholenden Werbungen ertragen. Auch wenn ich deutsches Fernsehen nicht mehr sehe, kann ich auf Herr Liefers und seine doofe Werbung für Rocher sehr gern verzichten. Fazit: BAFTA war besser!

14. Februar 2011 ››› Abgelegt unter Other Stuff

Bobby und die Youngster

Bei all dem BAFTA-Gedöns habe ich mich gar nicht mit dem Grammy befasst - und hätte beinahe ein absolutes Highlight verpasst. Wahrscheinlich werden die Verantwortlichen das Video schnell von Youtube nehmen, aber so lange man es noch betrachten darf , sollte man sich an Dylan, Mumford & Sons sowie den Avett Brothers erfreuen. Mumford & Sons liefern ja seit einiger Zeit echte Ohrwürmer, die sie voller Leidenschaft präsentieren - wie hier auch. Die Avett Brothers sind mir gänzlich unbekannt, um mal hier Ignoranz zuzugeben, aber machen recht hübsche Musik.

Aber zum Schluss kommt mein Meister - und Himmel, ist er gut drauf! Kann er auch sein, bei all den jungen Menschen, die hinter ihm musizieren und sich kaputt freuen, dass sie mit einer Legende auf der Bühne stehen dürfen. Vorhang auf für Bob Dylan und die Youngster:

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09. Februar 2011 ››› Abgelegt unter Other Stuff

Dackel-Besitzer

Es ist immer noch kein Dackel in Sicht, aber mittlerweile mutiere ich zur Expertin bei dieser Rasse. Habe jetzt mit Freude festgestellt, dass Simone de Beauvoir einen hatte, Napoleon allerdings auch, aber dafür fast sämtliche Maler - Picasso, Rembrandt… Der Dackel fördert den Pinselstrich, passt mal auf - bald werfe ich auch Farbe auf die Leinwand.ursus

08. Februar 2011 ››› Abgelegt unter Other Stuff

Rüpelhumorig: “Bridesmaides”

Es wurde auch mal Zeit. Nach all diesen Jungskomödien, die man sich über gehen lassen musste, kommt jetzt endlich eine bei der fast nur Frauen mitspielen - und John Hamm, was eine gute Wahl ist. Wenn man schon einen Herren auftauchen lassen will, dann soll es bitte auch so jemand Nettes wie Don Draper aus ‘Mad Men’ sein.

Ansonsten wirkt es ähnlich rüpelhumorig wie ‘The Hangover’, aber der hat ja auch zum großen Teil Spaß gemacht. Man muss jetzt leider bis zum Sommer warten, bis man die Damen in Aktion sehen darf, aber die Zeit rast ja sowieso. Und da mich youtube hier im Stich lässt, schaut mal hier.

02. Februar 2011 ››› Abgelegt unter Other Stuff

Der feine Unterschied

Es gibt unzählige Bücher darüber, wie Männer und Frauen unterschiedlich miteinander kommunizieren. Empathie bei den Damen, Platzhirschgehabe bei den Herren. (Schönes Pauschalieren, ich weiß) Und nirgendwo lässt sich dies immer besser dokumentieren als bei den Round Tables, die man zu der Oscar-Verleihung veranstaltet.

Es ist immer eine tolle Sache, die Helden und Heldinnen in diesem Zusammenhang zu sehen, denn sie offenbaren sich hier oft wunderbar. Nehmen wir jetzt mal den Roundtable der Schauspieler: Da hocken Robert Duvall, Ryan Gosling, Mark Ruffalo, Colin Firth, James Franco und Jesse Eisenberg aufeinander - und interagieren nur ganz wenig miteinander. Alle sind sehr vorsichtig mit ihren Aussagen und wollen sich nicht in die Karten schauen lassen.

Dann die Dominanz - ich war sehr überrascht, wie viel Redezeit Herr Firth verbuchen konnte. Auf dem Schirm mag er zurückhaltend sein, aber hier textet er sie zu. Genau wie Robert Duvall - den ich nicht leiden kann. Der Herr ist mir immer ein wenig zu besoffen von sich selbst - hier ein weiterer Beweis. Herr Franco und Herr Ruffalo kommen sehr entspannt rüber, während Jesse Eisenberg wie eine Sprungfeder wirkt. Man schaut sich das an und es hat leider wenig Unterhaltungwert.

Ganz anders die Frauen: Helena Bonham Carter, Natalie Portman, Annette Bening, Nicole Kidman, Hilary Swank und Amy Adams haben eine gute Zeit miteinander, es wird viel gelacht. Man gesteht sich Unzulänglichkeiten ein und ist ziemlich offen. Nicole Kidman und Natalie Portman, die größten Stars in dieser Runde sind merkwürdigerweise auch die schüchternsten. Jedenfalls schaut man ihnen lieber eine Stunde zu als ihren Kollegen.

Die Herren:

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Die Damen:

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30. Januar 2011 ››› Abgelegt unter Other Stuff

Wird hoffentlich nett: “Beginners”

Man hat schon lange nix mehr von Herrn McGregor gesehen, was ich schon bedauere. Aber nun bin ich auf einen Trailer gestoßen, der für Sonne im Herzen sorgen kann: “Beginners” einem Film von Mike Mills, der die Welt schon mit dem ziemlich exzentrischen ‘Thumbsucker” beglückt hat. Die Figuren in Mike Mills-Filmen stolpern eher durch das Leben, was sie schon mal sehr sympathisch macht. Keine strahlenden Helden, sondern vorsichtige Gestalten, die einem das Herz erwärmen. Und in “Beginners” wird McGregor bestimmt von Christopher Plummer die Schau gestohlen. Der spielt seinen Papa, der ihm im hohen Alter verklickert, dass er eigentlich schwul ist. Es gibt weder einen deutschen noch einen britischen Filmstart, aber hoffen wir mal das Beste:

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27. Januar 2011 ››› Abgelegt unter Other Stuff

Nurse Jackie ist zurück!

Tanzt auf den Tischen. Ihr nicht - ihr Armen in Deutschland, wo “Nurse Jackie” immer noch nicht läuft. Aber wozu gibt es DVD-Sets, gelle. Nach langem Warten hat die BBC jetzt endlich ein Einsehen und zeigt die zweite Staffel der Serie. Edie Falco spielt eine ruppige New Yorker Krankenschwester, die ein kleines Drogenproblem hat. Und zwei Männer liebt. Alles ziemlich kompliziert.

Aber die Figuren um sie herum sind mindestens genauso spannend: ihre beste, leicht unterkühlte Freundin O’Hara, die naive Schwesternschülerin Zoey und der torfnasige Doktor Cooper, der in der zweiten Staffel gar nicht mehr so torfnasig ist. Ein guter Coup, denn Jackie war allzu großartig in medizinischen Dingen und nun wird ihr gleich in der zweiten Folge von Cooper ein Dämpfer versetzt. “Nurse Jackie” ist nicht so schmonzig wie andere Krankenhausserien, was schon mal eine gute Sache ist. Es wird nie arg sentimental, aber trotzdem leidet man mit den Figuren. Nachdem man jetzt wohl hundert Jahre auf die fünfte Staffel von “Mad Men” warten muss, ist es nett, wenigstens eine amerikanische Lieblingsserie zu haben. Nurse Jackie rules!

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22. Januar 2011 ››› Abgelegt unter Other Stuff

Harry Hole rules

So, jetzt mal was ganz anderes als der übliche Brit-Kram. Die Skandinavier haben mich gepackt - spät, aber immerhin. Ich weiß, Millionen von deutschen Krimi-Lesern werden nur müde lächeln, wenn ich hier das Hohelied auf Jo Nesbo singe, aber ich habe eben meine Zeit gebraucht.

Vor lauter UK-Begeisterung verliert man manchmal den Blick nach rechts - das wäre dann skandinavische Literatur. Okay, ich habe natürlich - wie wir alle - die Romane von Stieg Larsson verschlungen - und auf die Verfilmungen verzichtet. Aber durch die Larsson-Manie schaut man hier in Großbritannien auch endlich auf die skandinavischen Länder. Deshalb schrie mich in sämtlichen WHSmiths auch das Cover von Nesbos ‘Snowman’ an und ich habe dann Weihnachten kapituliert.

Man sollte nicht unbedingt am Ende einer Krimireihe anfangen - das habe ich jetzt gelernt. Aber der Ermittler ist ein cooler Typ - natürlich grüblerisch und versoffen, wie es sich für einen Skandinavier, der nicht viel Sonne sieht, gehört. Und es ist echt spannend geschrieben - habe nur bei dem ‘Snowman’ schnell gewusst, wer der böse Bube ist, bei den anderen tappte ich im Dunkeln. Herrlich!

12. November 2010 ››› Abgelegt unter Other Stuff

Zuckerschnute: Jim Parsons

Ich habe Jim Parsons das erste Mal bei Craig Ferguson gesehen und da hat mich der junge Mann gleich charmiert. Im britischen Englisch gibt es das Wort ‘camp’ und das trifft ihn ziemlich gut. Nachdem ich auf ihn aufmerksam wurde, habe ich mir ein paar Sachen von seiner Serie “The Big Bang Theory” auf youtube angeschaut,  dann doch nachgegeben und die drei schon vorhandenen Box-Sets gekauft - hätte viel Geld sparen können, wenn ich sie gleich auf einmal gekauft hätte, aber nein, musste ja eine nach der anderen sein. Umpf.

Herr Parsons war neulich bei der Sesamstraße und das war ganz entzückend. Und anders als die “Big Bang”-Videos kann man das auch auf die eigene Website stellen - tirili:

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