10. November 2009 ››› Abgelegt unter Brit-Stuff

Erquickend: “An Education”

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Ich habe ja schon das Hohelied von Carey Mulligan gesungen. Und ich darf sie weiter preisen, denn ich habe „An Education“ gesehen. Mulligan spielt hier die clevere, aber noch sehr naive 16jährige Jenny, die von einem älteren Mann verführt wird und dabei ihre Ausbildung vergisst. „An Education“ basiert auf den Memoiren der britischen Journalistin Lynn  Barber. Das Drehbuch zum Film hat kein anderer als der britische Bestseller-Autor Nick Hornby („High Fidelity“, „About A Boy“) geschrieben. Das hat er gut gemacht. Das Ganze wird von der dänischen Regisseurin Lone Scherfig in Szene gesetzt. Scherfig, vormals Mitglied der Dogma-Bewegung, hat uns so schöne Filme wie „Italienisch für Anfänger“ und „Wilbur wants to kill himself“ geschenkt.  Jetzt darf sie auch „An Education“ in diese Reihe herzerwärmender Filme einfügen.

Wir schreiben das Jahr 1961 – London ist kurz davor, das „Swinging London“ zu werden, aber davon ahnt die junge Jenny nichts. Sie will nach Oxford, um dort Englisch zu studieren. Ihr Vater (großartig: Alfred Molina) schrecken zwar die Kosten, aber auch er möchte, dass aus seiner Tochter was wird. Aber was genau soll aus ihr werden?

Diese Frage stellt sich nämlich als Jenny der ältere und überaus charmante David (Peter Sarsgaard) über den Weg läuft. Er entführt sie in die Welt der Champagner-Cocktails, falschen Wimpern und Jazz-Clubs. Das ist natürlich viel aufregender als Latein-Vokabeln zu pauken. Besonders wenn man gerade erst 17 geworden ist und das Leben sich gerne mal in schwarz und weiß malt. Und die Eltern machen ja auch noch mit. Sind begeistert von diesem charmanten Herren, der sie glauben lässt, dass er ihre Tochter in höchste akademische Kreise einführen kann, lassen sie sogar mit ihm nach Paris fahren. Das ist natürlich alles zu gut, um wahr zu sein.

 

Und das ist natürlich auch alles schon erzählt worden. Die Verführung der Unschuld. Aber es ist sehr charmant erzählt, mit viel britischem Humor und Understatement sowie einer hinreißenden Hauptdarstellerin. Carey Mulligan ist 24 und sie schafft sich sehr überzeugend in die Psyche eines Teenagers hinein. Wie sie versucht, erwachsen zu wirken und gleichzeitig ihre Begeisterung über die Glamourwelt kaum verbergen kann. Ganz entzückend.  Außerdem hätte sich wohl jedes Mädchen in diesen weltgewandten Peter Sarsgaard verliebt. An seiner Seite schillern Rosamund Pike und Dominic Cooper als hedonistisches Paar. Pike spielt den Prototyp der dummen Blondine – „Keine Sorge, Jenny, wenn es mit deinem Latein nicht klappt. Ich hab gehört, dass Latein in fünfzig Jahren nicht mehr gesprochen wird, noch nicht einmal von Latinos.“

 „An Education“ kommt auch in die deutschen Kinos – hurra! Allerdings erst am 18. Februar. Ich werde daran erinnern.

21. Juli 2009 ››› Abgelegt unter Brit-Stuff

Aus dieser jungen Dame wird was: Carey Mulligan

Im Oktober wird in Großbritannien “An Education”,  ein Film nach einem Drehbuch von Nick Hornby herauskommen. Hornby hat uns “Fever Pitch”, “About A Boy” und “High Fidelity” gegeben. Nix Schlechtes also. Aber ich möchte gar nicht über Hornby schreiben, sondern über den neuen Star in “An Education” - Carey Mulligan. Sie kann was. Sie hat in der besten Doctor-Who-Folge überhaupt mitgespielt: “Blink”:

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Mulligan hat Präsenz und Klasse. Das sieht man auch schon an den wenigen Ausschnitten, die der Trailer bietet:
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Beim diesjährigen Filmfestival in Sundance wurde Carey Mulligan als neuer Star abgefeiert . Hoffentlich klappt es. Ich wünsche ihr eine schöne Filmkarriere.