31. Dezember 2011 ››› Abgelegt unter Brit-Stuff

Das Jahr 2011

Wenn es einen Vorsatzt für 2012 gibt - neben den üblichen ‘Ich will nie wieder so viel Schokolade essen’-Vorsätzen, dann dieser, dass ich diesen schönen Blog mehr befüllen möchte. Das normale Leben kommt mir immer dazwischen, die häusliche Idylle und natürlich die Arbeit - Miete und Rechnungen wollen schließlich bezahlt werden.

Heute ist der letzte Tag des Jahres 2011 und da steht die Liste an, die ich seit Jahrzehnten mache, mal in meinem Kopf und oft genug für die virtuelle Welt. Dieses Jahr wird es ziemlich skandinavisch und da hinke ich dem Trend in Deutschland ziemlich hinterher.

Beste Serie

Das dürfte ‘The Killing” sein, die in Deutschland vor Jahren unter “Kommissarin Lund” lief. Die BBC hat die beiden Serien im Original gezeigt und die Briten waren verzückt. Nun ja, eine bestimmte Sorte von Briten, diejenigen, die auch ‘Mad Men’ schauen. Das sind nicht viele, aber sie finden sich zumeist in den Redaktionen wieder. Die erste Staffel von “The Killing” war deshalb so großartig, weil sie sich so viel Zeit mit den Figuren genommen hat - bei 20 Stunden Sendezeit kann man das ja auch. Es war alles sehr düster, wie man sich Skandinavien im Winter halt vorstellt. Frau Grabol war beeindruckend als Sarah Lund oder Saaha Lund, wie sie ausgesprochen wird - die Dänen mögen keine Konsonaten, habe ich festgestellt.

Die zweite Staffel von ‘The Killing” ging da schon fast hopp-la-hopp und es musste natürlich der Nette sein, der sich als Bösewicht entpuppt. Und der aufrechte Politiker wird natürlich auch korrumpiert. Es gibt keine Gnade in dieser Serie, aber das macht sie ja so faszinierend und so anders. Sofie Grabol hatte noch einen denkwürdigen Kurzauftritt beim Weihnachtsspecial von “Absolutely Fabulous“, wie es schöner nicht ging. Das war dann ein richtiges TV-Weihnachtsgeschenk.

Bestes Buch

Um bei Skandinavien zu bleiben - dieses Jahr habe ich die Bücher von Jo Nesbo verschlungen, einem norwegischen Krimischriftsteller, der in Deutschland längst bekannt ist, der sich aber nun auch in Großbritannien eine große Fangemeinde erobert hat. In Deutschland habe ich immer einen weiten Bogen um die skandinavische Krimi-Landschaft gemacht, aber jetzt hat sie mich dann doch erwischt. Harry Hole ist natürlich auch ein Antiheld, ein Alkoholiker und die Fälle, die er lösen muss, sind so brutal, dass es einem doch ungemütlich wird. Die Charaktere sind alle irgendwie in blau-grau getaucht, kein Sonnenschein darunter und wenn, dann wird er gleich ins Jenseits geführt. Man freut sich nur, dass man im warmen Greenwich hockt, der Dackel an einen gekuschelt liegt und man nicht durch diese Düsterwelt laufen muss.

Bester Film

Ach, das ist einfach - “Tinker, Taylor, Soldier, Spy” mit einem unschlagbaren Gary Oldman, der als George Smiley auf leisen Sohlen durch die Spionagewelt der 70er Jahre wandelt und kaum Regung zeigt. Ich habe 2011 alle Smiley-Bücher von John Le Carré gelesen und mir vorspielen lassen - die BBC hat eine großartige Radio-Adaption mit Simon Russell Beale gemacht. Bei “Tinker, Taylor, Soldier, Spy”, den ihr guten Menschen in Deutschland bald auch sehen dürft, stimmt einfach alles - Drehbuch, Regie, Darsteller und nicht zu vergessen die braungrüne Ausstattung der 70er Jahre. Herr Firth hat nur eine Nebenrolle, aber er weiß sie zu nutzen. Wie alle, die hier nicht viele Sätze zu sagen haben - John Hurt, Benedict Cumberbatch, Ciaran Hinds, Toby Stevens, Mark Strong oder Tom Hardy - sie alle schillern auf ihre Weise. Es tauchen keine Frauen auf, was bedauerlich ist, aber dafür kann man sich ja “Bridesmaids” anschauen, das ein ganz anderes Kaliber war, mir aber ebenfalls das Herz erwärmt hat.

Musik

Erst ganz zum Schluss des Jahres bin ich zu Fopp gelaufen und habe mir die Alben des Jahres geschnappt - PJ Harvey “Let England Shake”, Laura Marling “A Creature I Don’t Know”, Elbow “Build A Rocket Boys” (sehr zum Missfallen von Mr. D, der mir jedes Mal, wenn ich die Platte laufen lasse, erklärt, wie banal und durchproduziert das Ganze klingt) und natürlich - wie Milliarden andere auf dem Planeten auch - war ich von Adele verzückt. Die junge Dame ist großartig, sie hat die dreckigste Lache, die man sich vorstellen kann und hat dann auch noch einen Dackel. Man muss sie einfach lieben.

Ich habe dieses Jahr kaum Platten gekauft, weil ich täglich mit großartigen Lieder von BBC 6 Music beschallt werde. Ich fange morgens des Tag mit Shaun Keaveny an und beende die Arbeitszeit mit Steve Lamarq. Dazwischen liegt die göttliche Lauren Laverne und die Altherrenjungs Stuart Maconie und Mark Radcliffe. BBC 6 Music ist die Station der Indie-Rocker und Popper. Morrissey, Dylan, The Clash, The Fall werden hier selbstverständlich auch gehuldigt. Und dann hört man jede Menge neuer Musik, ich bleibe also am Puls der Zeit, auch wenn meine Musikauswahl für 2011 doch eher altbacken daherkommt. Ich möchte auch noch Michael Kiwanuka ans Herz legen. Ja, bei ihm hört sich alles bekannt an, aber Himmel, sie klauen doch alle und Herr Kiwanuka singt einfach schön.

Wo ich nun in London lebe, ist mir das Radio wieder ans Herz gewachsen. Es hatte sich lange Zeit verabschiedet - HR 3 und NDR mit dem Einheitsbrei haben mir es auch leicht gemacht. Aber die BBC mit ihren tollen Sendern - BBC4 fürs Hirn und BBC6 Music fürs Herz haben mich wieder eingefangen. Wenn man so alleine vor sich hintippert und nur das Schnarchen des Dackels hört, während man arbeitet, bekommen die Stimmen aus dem Äther eine andere Bedeutung. Die Damen und Herren sind meine Bezugsgruppe, sie sind natürlich nicht meine Freunde, ganz so bescheuert bin ich auch nicht, aber sie erhellen mir so manchen tristen Arbeitstag.

Theater

Ach, da mach ich mir es einfach - ich nehme alle drei großen Produktionen, die ich gesehen habe. An meinem Geburtstag habe ich “Much Ado About Nothing” mit Guckschatz David Tennant angeschaut und der junge Mann hat mich nicht enttäuscht. Auch seine Kollegin Catherine Tate nicht, die eine wunderbare Beatrice war. Dann habe ich Kevin Spacey als Richard III gesehen und auch das war ein großes Geschenk. Er verlässt ja seinen Posten als Artistic Director am Old Vic und ich bedauere dies sehr. Es war jedenfalls denkwürdig. Genau wie Michael Sheen als Hamlet zu sehen. Da mir ja Herr Tennant als Hamlet verwehrt wurde, muss ich mich nun ganz auf Herrn Sheen stürzen, der atemberaubend war. Es spielte sicherlich eine Rolle, dass ich ziemlich dicht an der Bühne saß und mit anschauen durfte, wie sein Lockenkopf immer schwitziger wurde. Es war eine tolle Aufführung und er war ein charmanter, verletztlicher, witziger, warmherziger und durchgeknallter Hamlet - wie sich das gehört.

Guckschatz

Das ist natürlich Ursus. Ach, es war die beste Entscheidung von uns, sich dieses entzückende Wesen in unser Leben zu holen. Get thee a dackel and life will be better! Ein Hund führt entscheidend zur Lebensqualität bei - man ist mehr draußen, man plaudert mit mehr Menschen und wenn es so ein niedlicher Kerl wie Ursus ist, bekommt man ganz viel Wärme zurück. Ganz selten bekomme ich keine Reaktion, wenn ich mit ihm spazieren gehe. Es scheint, dass man hier in London ganz arg tierlieb ist und der Anblick eines trippelnden Dackel automatisch die Gesichtszüge entspannt. Und das ist auch schön - wir haben ihn ja für uns gekauft, aber wir sorgen unabsichtlich dafür, dass sich andere auch freuen. In diesem Sinne, einen guten Rutsch und ein ganz famoses 2012.tom-and-ursus1

06. September 2011 ››› Abgelegt unter Brit-Stuff

Doctor Who wird wieder besser, aber Torchwood enttäuscht

Ich habe ja schon lange nichts mehr über Doctor Who geschrieben. Das hatte sein Grund, denn der gute Doktor konnte mich im ersten Teil der neuen Staffel nicht wirklich überzeugen. Aber das hat sich zum Glück geändert. Der zweite Teil begann mit einer Over the top-Nummer. Ja, Hitler kam darin vor, aber er wurde schnell wieder in den Schrank gestellt.

Ansonsten wird hier wieder meine These bestätigt, dass Who-Schreiber und Macher Stephen Moffat total verknallt in Alex Kingston ist. Wie übrigens wohl viele britische Herren, die sie in “Moll Flanders” gesehen haben - Mr. D bekommt jedenfalls leuchtende Augen bei ihrer Erscheinung, was nur gerecht ist, weil er sich mein Quieken anhören muss, wenn Herr Tennant auftaucht. Also: “Doctor Who” rockt, während “Torchwood” keine Gnade in meinen Augen findet.

Liegt es daran, dass die Geschichte zum großen Teil in den USA spielt? Ich mochte immer das Walisische an “Torchwood” - es gibt immer noch einige Momente, aber das war’s auch. Ich kann mich auch nicht für die neuen “Torchwood”-Leute erwärmen, obwohl “Six Feet Under”-Lauren Ambrose ziemlich klasse eine zwielichte PR-Frau spielt. Aber die Serie hat mich als Zuschauerin verloren - ich schaue im Guardian noch im Episoden-Blog vorbei, um zu sehen, ob ich etwas Großartiges verpasse, aber sieht nicht so aus.

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18. Juli 2011 ››› Abgelegt unter Brit-Stuff

Harry Potter in 3D

Seit ich das letzte “Harry Potter”-Buch gelesen habe, freute ich mich auf den Film, denn ich wusste, es würde Alan Rickmans große Stunde als Severus Snape werden.  Spoiler-Alert. Es war von Anfang an klar, dass Snape eine sehr widersprüchliche Figur war und als dann Herr Rickman die Rolle bekam, wollte ich nicht glauben, dass er einfach nur ein finsterer Geselle sei.

Und richtig - Severus Snape war der große Held in der Geschichte - die tragische Gestalt in dieser Zauberer-Sage. Leider blieb auch nicht im Film viel Zeit, dies auszuschöpfen, aber gib dem Mann ein paar Szenen und er hinterlässt einen unauslöschlichen Eindruck. Wie auch der gesamte Film - es war ein Fest, “Harry Potter and the Deathly Hallows - Part 2′ zu schauen. Das Ganze hatte enorme Fahrt und gab trotzdem immer noch einzelne Momente für die heiß geliebten Figuren - sogar Emma Thompson durfte für eine Nanosekunde auftauchen! Außerdem war es mein allererster Film in 3D, aber so doll war es nicht, darf ich mal sagen. Obwohl Voldemort hübsch verschwand - das muss man ihnen lassen.

Herr Fiennes hat natürlich auch brilliert, keine Frage. Jetzt schlage ich mich mit der Frage herum, ob ich tief in die Tasche greifen soll, um ihn als Prospero zu sehen. Das wäre dann das Jahr meiner Helden im Theater - Tennant, Spacey hab ich schon bewundern dürfen - Michael Sheen als Hamlet steht noch aus.  Egal - Harry Potter war großes Kino und der Film hat mir den Regenbogen für einen verregneten Sonntag gegeben. Schön.

02. Mai 2011 ››› Abgelegt unter Brit-Stuff

Doctor Who ist wieder da

Da fällt mir ein, ich habe noch gar nicht über die neue Staffel von Doctor Who geschrieben, aber die Berliner Whovians haben mich daran erinnert - schönen Gruß! Was soll man sagen? Man merkt der neuen Staffel an, dass sie auch das amerikanische Publikum einfangen soll. Also spielen die ersten beiden Folgen in Amerika - und sind auch gleich mal ein bissken konfuser. Ja, alles soll aufregender und actionreicher sein, aber bitte mal nicht die Zuschauer vergessen. Vielleicht liegt es ja am Alter, dass ich bei einigen Sachen nicht ganz mitkomme, aber zum Schluss der zweiten Folge löst sich dann so einiges auf.

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Ich will da nicht mit Inhaltsangaben langweilen; diejenigen, die es interessiert, werden ihre Wege finden, “Doctor Who” in Deutschland zu schauen und sich dann ihre eigene Meinung bilden. Aber was ich schreiben kann: Serien-Chef Steven Moffat ist garantiert in Alex Kingston verknallt und lässt sie als River Song in dieser Staffel schimmern. Amy Ponds Geschichte erinnert ein bisschen an “Akte X” - sie darf hier sogar ein bisschen Scully spielen und Herr Smith macht seine Sache auch gut. So gut, dass er nun für einen BAFTA nominiert wurde - das hat noch nicht einmal Herr Tennant geschafft, und das will was heißen.

Apropos Herr Tennant ist bald in London wieder auf der Bühne zu sehen: Er spielt Benedikt in Shakespeares “Much Ado About Nothing” und keine Geringere als Catherine Tate “Donna” wird die Beatrice spielen. Habe mir Tickets ergattert und bibber jetzt, dass nichts dazwischen kommt. Beim letzten Mal hatte Tennant einen Bandscheibenvorfall und konnte Hamlet nicht spielen. Damals hat mein Herz schon Trauer geflaggt. Würde ihn schon gerne mal spielen sehen. Also Daumen drücken.

20. August 2010 ››› Abgelegt unter Brit-Stuff

Och nö: Wenn Herr Tennant auf Amerikaner macht

Ich war ja felsenfest davon überzeugt, dass David Tennant uns in Richtung Amerika verlässt, um dort weltweiten Ruhm mit der neuen Serie “Rex is not your Lawyer” einzuheimsen. Aber irgendwie wollte NBC wohl nicht. Jetzt bleibt von dem ganzen amerikanischen Abenteuer nur ein kleiner Ausschnitt auf youtube - und der ist nicht dolle. Der amerikanische Akzent kommt Herrn Tennant nicht so flott von den Lippen, da muss er noch ein bissken üben:

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06. April 2010 ››› Abgelegt unter Brit-Stuff

Ein neuer Doktor - und was für einer!

Ostern war nicht nur das Fest, an dem ich einen neuen Schokoladenrekord aufgestellt habe - der Hintern ist jetzt an jeder Seite fünf Zentimeter breiter. Nein, neben all den Schokoexzessen durfte ich wie acht Millionen andere auch den neuen Doktor in der BBC-Serie “Doctor Who” betrachten.

Matt Smith gab sein Debüt als 900 Jahre alter Time Lord - und er machte seine Sache gut. So gut, dass der Abschiedsschmerz über David Tennants Abgang ganz schnell verflog. Nicht nur Matt Smith war entzückend - auch seine neue Partnerin Karen Gillan war großartig als temperamentvolle Amy Pond. Man hat sich auch schön erschreckt, wie sich das bei einem Drehbuch von Steven Moffat gehört.

Moffat hatte schon vor seiner Übernahme als Verantwortlicher für “Doctor Who” die besten Drehbücher für die Serie geschrieben. “Empty Child” oder “Blink” waren gruselig und charmant - diese Kombination muss man erstmal hinbekommen. Smith als Doctor ist noch eine Spur durchgedrehter als Tennants Doctor. Die Traurigkeit, die Tennants Doctor umwehte, fehlt. Aber das ist auch richtig so. Ein neuer Doctor muss auch dynamisch sein. Er soll die Menschen mitreißen. Anders würden sie noch für Monate hinter Herrn Tennant herheulen. Liest man die Foren, scheint dies nicht der Fall zu sein. Fast alle sind sie schwer verzückt von diesem Doktor und seiner neuen aufregenden Begleitung. Und ich auch. Juchee!

04. Januar 2010 ››› Abgelegt unter Brit-Stuff

Tennant-Festival

Die Daily Mail - schlimmes Krawallblatt -  hat ausgerechnet, dass man David Tennant 75 mal in den vergangenen Wochen in Funk und Fernsehen erleben konnte. Der Gute hat sich ein bissken bei der Promo für “Doctor Who” übernommen und war in fast allen wichtigen britischen Sendungen unterwegs - “QI”, “Never Mind The Buzzcocks“, die “Graham Norton”-Show - ach, ich tipper mir die Finger wund, wenn ich sie alle aufzähle. Es war wirklich zu viel. Ich darf das sagen. Herr Tennant gehört zu meinen Guckschätzen, seit er vor vier Jahren als “Doctor Who” aufgetreten ist - eine Action-Figur, die sein Antlitz trägt, verschönert das Bad.

Bei diesen ganzen vielen Auftritten, die seinen Abgang als Doctor begleiteten, fiel aber eine aus dem Rahmen: Catherine Tates Weihnachtsspecial. Frau Tate ist eine sehr beliebte Komikerin, die in der vierten Who-Staffel auftrat. Als Gegenleistung war nun Herr Tennant in ihrer Show zu sehen, und es war eine  wahre Wonne. Seht selbst:

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02. Januar 2010 ››› Abgelegt unter Brit-Stuff

Tränen für Tennant

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So, jetzt isser wech - der Herr Tennant spielt nicht mehr den Doktor. In Deutschland interessiert sich ja keine Sau für die britische Sci-fi-Serie “Doctor Who” - sie schauen lieber “Torchwood”, aber in Großbritannien haben sich zehn Millionen die Augen ausgeweint, als David Tennant sich in Matt Smith verwandelte. Nur kurz zu Aufklärung - Doctor Who gibt es seit 62 im britischen Fernsehen. Der Doktor ist ein Time Lord, ein Alien, der nicht stirbt, sondern sich bei einer ernsthaften Verletzung in einen neuen Doktor verwandelt. Das passiert dann immer, wenn die Schauspieler nicht mehr wollen. 

Tennants so genannte “Regeneration” war die zehnte. Und sie war traurig. Der erste Teil, der am ersten Weihnachtstag ausgestrahlt wurde, war ein bissken konfus, aber im letzten hat Schreiber Russell T Davies und vor allem sein Hauptdarsteller Tennant alles gegeben. Man konnte sich von allen wichtigen Figuren verabschieden - da hat es mich ja erwischt - Rose! Jack Harkness! Schon wurden die Augen feucht. Es war eine schöne Zeit, aber ich bin auch schon auf den nächsten Doctor gespannt - Matt Smith!

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10. Juli 2009 ››› Abgelegt unter Brit-Stuff

Doctor Who im Kino?!

uudHabe im Guardian gelesen, dass “Doctor Who” wahrscheinlich verfilmt wird - und zwar mit David Tennant. Der junge Mann, der aus diesem Foto so frohlockt, ist definitiv nicht Tennant, aber ein Alien aus dem Doctor Who-Universum. Und sieht ganz schick aus. Sort of. Egal. Habe kein Foto von Herrn Tennant, was schon eine Bürde ist, aber ich werde jetzt auch nicht wegen dieser Meldung den Londoner Nordosten, wo er angeblich wohnt, heimsuchen und mich auf die Suche nach dem Guckschatz Nr. 1 vieler Britinnen machen.

Aber ich schweife ab. Es heißt, dass Tennant und Who- Mastermind Russell T Davies auf der Comic Con Ende Juli in San Diego die große Nachricht verkünden werden. So was bleibt natürlich nicht geheim. Und so kann man wild spekulieren. Wird dies Wirklichkeit, tanze ich auf den Tischen. Bin ein großer Fan von Tennant als Doctor und wenn ich meiner Bezugsgruppe von ihm vorschwärme, schau ich in leere Gesichter. In Deutschland kennt den ja keine Sau. Hier in Großbritannien kann er nicht in den Supermarkt ohne belästigt zu werden. Wenn also jetzt ein Film geplant ist, kommt er hoffentlich auch in Deutschland in die Kinos und bringt die großartige Welt von Doctor Who einem größeren Publikum nahe. Pro Sieben hat ja die Serie ausgestrahlt, aber war wohl nicht so dolle. Versteh ich gar nicht. Ist so schöner, charmanter, sehr britischer Scifi-Kram.

11. Mai 2009 ››› Abgelegt unter Brit-Stuff

Morrissey singt heute nicht!

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Mein Herz flaggt Trauer. Da hatte ich mich heute so auf Morrissey in der Royal Albert Hall in London gefreut - und dann wird der Bub krank! Ich sehe hier langsam eine Motivkette in meinem Londonaufenthalt - die Helden der Anja K. entziehen sich. Schon David Tennant wollte nicht, dass ich ihn als Hamlet sehe - nein, er musste sich einen Bandscheibenvorfall zulegen. Und nun Morrissey. Als Trost bleibt mir jetzt nur die Kombination beider - in einem Clip aus der großartigen Serie “Blackpool” tanzt Tennant zu den Smiths. Kleine Hilfe - Tennant ist hier der Typ, der den kleinen Drogendealer verhaftet. Weiterlesen »