06. September 2011 ››› Abgelegt unter Brit-Stuff

Doctor Who wird wieder besser, aber Torchwood enttäuscht

Ich habe ja schon lange nichts mehr über Doctor Who geschrieben. Das hatte sein Grund, denn der gute Doktor konnte mich im ersten Teil der neuen Staffel nicht wirklich überzeugen. Aber das hat sich zum Glück geändert. Der zweite Teil begann mit einer Over the top-Nummer. Ja, Hitler kam darin vor, aber er wurde schnell wieder in den Schrank gestellt.

Ansonsten wird hier wieder meine These bestätigt, dass Who-Schreiber und Macher Stephen Moffat total verknallt in Alex Kingston ist. Wie übrigens wohl viele britische Herren, die sie in “Moll Flanders” gesehen haben - Mr. D bekommt jedenfalls leuchtende Augen bei ihrer Erscheinung, was nur gerecht ist, weil er sich mein Quieken anhören muss, wenn Herr Tennant auftaucht. Also: “Doctor Who” rockt, während “Torchwood” keine Gnade in meinen Augen findet.

Liegt es daran, dass die Geschichte zum großen Teil in den USA spielt? Ich mochte immer das Walisische an “Torchwood” - es gibt immer noch einige Momente, aber das war’s auch. Ich kann mich auch nicht für die neuen “Torchwood”-Leute erwärmen, obwohl “Six Feet Under”-Lauren Ambrose ziemlich klasse eine zwielichte PR-Frau spielt. Aber die Serie hat mich als Zuschauerin verloren - ich schaue im Guardian noch im Episoden-Blog vorbei, um zu sehen, ob ich etwas Großartiges verpasse, aber sieht nicht so aus.

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02. Mai 2011 ››› Abgelegt unter Brit-Stuff

Doctor Who ist wieder da

Da fällt mir ein, ich habe noch gar nicht über die neue Staffel von Doctor Who geschrieben, aber die Berliner Whovians haben mich daran erinnert - schönen Gruß! Was soll man sagen? Man merkt der neuen Staffel an, dass sie auch das amerikanische Publikum einfangen soll. Also spielen die ersten beiden Folgen in Amerika - und sind auch gleich mal ein bissken konfuser. Ja, alles soll aufregender und actionreicher sein, aber bitte mal nicht die Zuschauer vergessen. Vielleicht liegt es ja am Alter, dass ich bei einigen Sachen nicht ganz mitkomme, aber zum Schluss der zweiten Folge löst sich dann so einiges auf.

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Ich will da nicht mit Inhaltsangaben langweilen; diejenigen, die es interessiert, werden ihre Wege finden, “Doctor Who” in Deutschland zu schauen und sich dann ihre eigene Meinung bilden. Aber was ich schreiben kann: Serien-Chef Steven Moffat ist garantiert in Alex Kingston verknallt und lässt sie als River Song in dieser Staffel schimmern. Amy Ponds Geschichte erinnert ein bisschen an “Akte X” - sie darf hier sogar ein bisschen Scully spielen und Herr Smith macht seine Sache auch gut. So gut, dass er nun für einen BAFTA nominiert wurde - das hat noch nicht einmal Herr Tennant geschafft, und das will was heißen.

Apropos Herr Tennant ist bald in London wieder auf der Bühne zu sehen: Er spielt Benedikt in Shakespeares “Much Ado About Nothing” und keine Geringere als Catherine Tate “Donna” wird die Beatrice spielen. Habe mir Tickets ergattert und bibber jetzt, dass nichts dazwischen kommt. Beim letzten Mal hatte Tennant einen Bandscheibenvorfall und konnte Hamlet nicht spielen. Damals hat mein Herz schon Trauer geflaggt. Würde ihn schon gerne mal spielen sehen. Also Daumen drücken.

18. Dezember 2010 ››› Abgelegt unter Brit-Stuff

Die besten Serien von 2010

Ich habe die vergangenen Abende mit ‘Modern Family‘ verbracht. Was für eine gute Gesellschaft! Ich kann nur hoffen, dass die Serie es auch nach Deutschland schafft. Bestimmt. Ist ja schließlich eine der erfolgreichsten Comedy-Serien in den USA. Es es ist eine Mockumentary - hier werden drei Familien beobachtet. Patriarch Jay (gespielt von ‘Al Bundy’ Ed O’Neil) hat die viel jüngere rassige Kolumbianerin Gloria (Sofia Vergara) geheiratet. Sofia hat einen ganz entzückenden Akzent und gibt hier die Vollblut-Latina. Manny (Rico Rodriguez) ihr Sohn aus erster Ehe, ist leicht mopsig und hat für seine 11 Jahre die Reife eines 20-Jährigen. Dann ist da noch die Familie von Jays Tochter Claire (Julie Bowen), die mit einem gutherzigen, aber leicht torfnasigen Gatten (Ty Burrell) sowie drei Teenagern geschlagen ist. Und zum guten Schluss gibt es noch Mitchell (Jesse Tyler-Ferguson), der gerade mit seinem Freund Cameron (Eric Stonestreet) eine kleine Vietnamesin (die nie lächelt) adoptiert hat.

“Modern Family” kann man fast schon als britische Serie bezeichnen - Peinlichkeiten werden hier genüsslich zelebriert, aber dann gibt es immer wieder ein Schuss Sentimentalität, damit man weiß, hier spricht Amerika. Trotzdem - die Serie erhellt den Tag, genauso wie “Big Bang Theory” tut, meine andere momentane Lieblings-Comedy-Serie. Man kann nie genug Lieblingsserien haben.

Ach, wo wir gerade dabei sind - die Top Ten der Serien 2010:

Mad Men

Die vierte Staffel war der absolute Hammer und das will schon was heißen. Meistens gehen Serien irgendwann den Bach runter und wahrscheinlich wird das auch mit ‘Mad Men’ passieren, aber dieses Jahr haben sie alles getopt. Wie oft habe ich vor dem Fernseher gesessen und geschrien “Nein, tu es nicht Don!”. Dann liebe ich es, dass man Peggy immer selbstbewusster werden lässt. Die Frauen bei ‘Mad Men’ sind wirklich interessant und nicht nur Beiwerk oder Mode-Puppen, die dafür gesorgt haben, dass man jetzt wieder Tellerröcke trägt.

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Doctor Who

Ja, ich habe geheult, als Herr Tennant seinen Abschied als Doctor Who genommen hat, aber ebenso wollte ich auch Matt Smith eine Chance geben. Und er hat seine Sache gut gemacht - Karen Gillan als seine Begleiterin Amy Pond ist auch super. Natürlich wird die Kombination Tennant-Piper auf ewig meine Lieblings-Doctor-Who-Variante bleiben, aber trotzdem packt mich ‘Doctor Who’ immer wieder. Die Vicent van Gogh-Folge von Richard Curtis war dabei die beste.

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Modern Family

Ach, diese Familien erfreuen einfach mein Herz - siehe oben.

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Big Bang Theory

Diese vier Nerds muss man einfach lieben. Außerdem ist Jim Parsons als Sheldon unschlagbar. Ich weiß nicht, wie lange sie das Humor-Potential noch aushalten können - sie werden sicherlich versuchen, Ober-Geek Sheldon ein bisschen menschlicher zu machen, aber hoffentlich nicht zu doll.

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Sherlock

Benedict Cumberbatch als moderner Sherlock und Martin Freeman als sein Watson waren beste Fernsehunterhaltung. Ich will jetzt auch gar nicht mehr Robert Downey Jr. als Sherlock sehen, obwohl ich den jungen Mann ja auch sehr mag. Aber die Modernisierung von Sherlock hat tatsächlich funktioniert. Das lag vor allem an der Chemie, die zwischen den beiden Hauptdarstellern lag - und die guten Drehbücher. Drei Folgen waren aber definitiv zu wenig. Und es wird jetzt wohl hundert Jahre dauern, bis eine neue kommt. Produzent Moffat hat mit ‘Doctor Who’ viel zu tun und Martin Freeman wird jetzt für unbestimmte Zeit nach Neuseeland gehen, um dort den Hobbit zu spielen. Ich gönne es ihm ja, aber ich hätte wirklich gern vorher noch ein paar Sherlock-Folgen gehabt.

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Miranda

“Miranda” ist manchmal schon sehr albern, aber dann auch wieder sehr rührend. Und sie hat eine Heldin, die genauso groß ist wie ich. Das verlangt schon mal nach Solidarität. Aber dann ist es auch soooooooo lustig.

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Downton Abbey

Ich habe ja eine Schwäche für Kostümfilme und das waren gleich acht kleine Kostümfilme, die einen in den Bann hielten. Maggie Smith stahl wie schon bei ‘Gosford Park’ allen die Schau, aber es war eine Freude. Und hurra - es wird im nächsten Jahre eine zweite Staffel geben.

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Nurse Jackie

Die BBC hat immer noch nicht die zweite Staffel von ‘Nurse Jackie’ gezeigt <möpper>. Dabei war Edie Falco als tablettenabhängige, hart, aber herzliche Krankenschwester einfach zum Niederknien. Genau wie ihre Kollegen, die mitgespielt haben - da muss doch bald mal wieder was kommen!

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The Trip

Steve Coogan als eine etwas unsympathischere Version von sich und Rob Brydon dürfte im wahren Leben hoffentlich nicht gar so nervig sein - die beiden haben dies schon in ‘A Cock and Bull Story’ gut gemacht. Nun durften sie als Steve Coogan und Rob Brydon durch den Lake District im englischen Norden fahren ,in edlen Restaurants speisen und sich gegenseitig auf die Nerven gehen.

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Spooks

Ich kann eigentlich gar nicht so viel zu ‘Spooks’ schreiben, weil ich nur die Hälfte gesehen habe. Meistens habe ich hinter einem Kissen oder Mr. D. gesteckt und gehofft, dass keiner stirbt. Natürlich vergeblich. Sie sterben ja gerne bei ‘Spooks’. Deshalb ist es ja auch so spannend. Man kann nie sicher sein, ob einer der Helden nicht in der Folge drauf geht. Zugegeben, die Geschichten sind immer hanebüchen - Missiles, die durch die Themse auf Big Ben sausen etc. Aber meine Herren, ist das immer spannend erzählt.

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06. April 2010 ››› Abgelegt unter Brit-Stuff

Ein neuer Doktor - und was für einer!

Ostern war nicht nur das Fest, an dem ich einen neuen Schokoladenrekord aufgestellt habe - der Hintern ist jetzt an jeder Seite fünf Zentimeter breiter. Nein, neben all den Schokoexzessen durfte ich wie acht Millionen andere auch den neuen Doktor in der BBC-Serie “Doctor Who” betrachten.

Matt Smith gab sein Debüt als 900 Jahre alter Time Lord - und er machte seine Sache gut. So gut, dass der Abschiedsschmerz über David Tennants Abgang ganz schnell verflog. Nicht nur Matt Smith war entzückend - auch seine neue Partnerin Karen Gillan war großartig als temperamentvolle Amy Pond. Man hat sich auch schön erschreckt, wie sich das bei einem Drehbuch von Steven Moffat gehört.

Moffat hatte schon vor seiner Übernahme als Verantwortlicher für “Doctor Who” die besten Drehbücher für die Serie geschrieben. “Empty Child” oder “Blink” waren gruselig und charmant - diese Kombination muss man erstmal hinbekommen. Smith als Doctor ist noch eine Spur durchgedrehter als Tennants Doctor. Die Traurigkeit, die Tennants Doctor umwehte, fehlt. Aber das ist auch richtig so. Ein neuer Doctor muss auch dynamisch sein. Er soll die Menschen mitreißen. Anders würden sie noch für Monate hinter Herrn Tennant herheulen. Liest man die Foren, scheint dies nicht der Fall zu sein. Fast alle sind sie schwer verzückt von diesem Doktor und seiner neuen aufregenden Begleitung. Und ich auch. Juchee!

21. Juli 2009 ››› Abgelegt unter Brit-Stuff

Aus dieser jungen Dame wird was: Carey Mulligan

Im Oktober wird in Großbritannien “An Education”,  ein Film nach einem Drehbuch von Nick Hornby herauskommen. Hornby hat uns “Fever Pitch”, “About A Boy” und “High Fidelity” gegeben. Nix Schlechtes also. Aber ich möchte gar nicht über Hornby schreiben, sondern über den neuen Star in “An Education” - Carey Mulligan. Sie kann was. Sie hat in der besten Doctor-Who-Folge überhaupt mitgespielt: “Blink”:

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Mulligan hat Präsenz und Klasse. Das sieht man auch schon an den wenigen Ausschnitten, die der Trailer bietet:
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Beim diesjährigen Filmfestival in Sundance wurde Carey Mulligan als neuer Star abgefeiert . Hoffentlich klappt es. Ich wünsche ihr eine schöne Filmkarriere.

10. Juli 2009 ››› Abgelegt unter Brit-Stuff

Doctor Who im Kino?!

uudHabe im Guardian gelesen, dass “Doctor Who” wahrscheinlich verfilmt wird - und zwar mit David Tennant. Der junge Mann, der aus diesem Foto so frohlockt, ist definitiv nicht Tennant, aber ein Alien aus dem Doctor Who-Universum. Und sieht ganz schick aus. Sort of. Egal. Habe kein Foto von Herrn Tennant, was schon eine Bürde ist, aber ich werde jetzt auch nicht wegen dieser Meldung den Londoner Nordosten, wo er angeblich wohnt, heimsuchen und mich auf die Suche nach dem Guckschatz Nr. 1 vieler Britinnen machen.

Aber ich schweife ab. Es heißt, dass Tennant und Who- Mastermind Russell T Davies auf der Comic Con Ende Juli in San Diego die große Nachricht verkünden werden. So was bleibt natürlich nicht geheim. Und so kann man wild spekulieren. Wird dies Wirklichkeit, tanze ich auf den Tischen. Bin ein großer Fan von Tennant als Doctor und wenn ich meiner Bezugsgruppe von ihm vorschwärme, schau ich in leere Gesichter. In Deutschland kennt den ja keine Sau. Hier in Großbritannien kann er nicht in den Supermarkt ohne belästigt zu werden. Wenn also jetzt ein Film geplant ist, kommt er hoffentlich auch in Deutschland in die Kinos und bringt die großartige Welt von Doctor Who einem größeren Publikum nahe. Pro Sieben hat ja die Serie ausgestrahlt, aber war wohl nicht so dolle. Versteh ich gar nicht. Ist so schöner, charmanter, sehr britischer Scifi-Kram.