10. Juli 2011 ››› Abgelegt unter Brit-Stuff

Rächer der Abgehörten: Hugh Grant

Man hat Hugh Grant schon lange nicht mehr in einem guten Film gesehen und er wäre wahrscheinlich der erste, der das zugeben würde. Der Mann braucht auch keine Filme mehr zu machen. Er ist reich genug - er hat gut investiert und kann sein Leben lang nun Golf spielen. Was er ja auch macht. Aber nun hat er eine neue Rolle - Hugh Grant ist das offizielle Gesicht der Ankläger der Murdoch-Presse.

Für alle, die es nicht wissen - Großbritannien wird gerade von einem Abhörskandal ungeheuren Ausmaßes erschüttert. Die Boulevardpresse hat finstere Gestalten beschäftigt, die sich in Telefone gehackt haben. Zuerst sah es so aus, als ob es nur Prominente betreffen würde und die Empörung war nicht so groß - man hat hier wenig Mitleid mit den Stars und Sternchen und gerade deshalb gibt es hier ja auch so viele Revolverblätter. Aber dann kam heraus, dass einer der von dem schlimmen Blatt ‘News of the World’ beschäftigte Privatdetektiv sich in das Handy eines vermissten und ermordeten Mädchens gehackt hatte. Von da ab gab es kein Halten mehr.

‘News of the World’ gehört Rupert Murdock - der Medienmogul mit den furchtbaren Blättern. Plötzlich war die Empörung groß und nun durfte auch Hugh Grant funkeln. Und er hat geschimmert. Der Herr ist ein kluger und eloquenter Mann - so etwas macht sich gut in Gesprächsrunden, wo man sich gerne mal laut anschreit. “Question Time” ist eine BBC-Institution - Leute werden eingeladen und das Publikum stellt Fragen. Es gilt als hohe Ehre, dazu eingeladen zu werden. So fand sich Hugh Grant dort ein, weil er schließlich zu den Promis gehörte, die von der Schmierpresse überwacht worden war. Und er war klasse. Nun lieben ihn wieder alle. Er darf bloß keinen schlimmen Film mehr machen. “Bridget Jones 3″ - Finger weg!

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04. März 2011 ››› Abgelegt unter Brit-Stuff

Fortsetzung: Bridget Jones muss dünn werden

Es wird also tatsächlich war: “Bridget Jones 3″ könnte Wirklichkeit werden. Frau Zellweger will aber nur mitmachen, wenn Bridget dünn sein darf. Sie hat keine Lust, sich Pfunde draufzufuttern, die sie dann wieder mühsam abnehmen darf. Ich stehe der ganzen Angelegenheit sehr skeptisch gegenüber, aber man hört wie immer nicht auf mich. Colin Firth hat Lust darauf, sich nach dem königlichen “The King’s Speech” zum Affen zu machen und Hugh Grant muss irgendwie die Kohle für seine teuren Auto bekommen.

Dabei war “Bridget Jones 2″ schon nicht so schön. Versteht mich nicht falsch - das Original hat mein Herz damals zum Hüpfen gebracht - ich LIEBE den Film, aber der zweite Teil war einfach zu platt. Und ich glaube einfach nicht, dass eine Schwangerschaftsnummer aus dem dritten Teil eine dolle Sache machen wird. Bridget hat sich doch von Herrn Cleaver längst verabschiedet, warum sollte sie denn jetzt noch mal wieder zu ihm finden? Ach, ach - alles nicht schön. Warum fällt denen in Hollywood denn nichts mehr ein? Immer diese Fortsetzungen oder Remakes. Da muss es doch großartige originelle Drehbücher irgendwo geben - die auch nicht so wahnsinnig viel kosten. Wenn selbst die Coen-Brüder auf Remakes zurückgreifen, ist der Untergang des Abendlandes nicht mehr weit.

Aber was schreib ich hier - natürlich werde ich mir auch den dritten Teil anschauen - ich kann gar nicht anders. Würde ja auch einen dritten Teil des Buches lesen wollen

10. Mai 2009 ››› Abgelegt unter Brit-Stuff

Die sagenumwobene blaue Tür aus “Notting Hill”

blauetur1Vor Jahren suchten meine Schwester und ich nach der blauen Tür aus dem Film “Notting Hill” - und fanden sie nicht. Jeder, der den Film gesehen hat, erinnert sich an diese Tür, an der Dutzende von Paparazzi Hugh Grant und Julia Roberts auflauerten. Wenn man nun durch Notting Hill schlendert, sieht man immer wieder Menschen, die sich vor blauen Türen fotografieren lassen.

Und alles vergebens. Denn diese sagenumwobene Tür gibt es nicht mehr. Die eigentlichen Wohnungseigentümer von 280 Westbourne Park Road waren so genervt von den Touristen, die ständig klingelten, dass sie die Tür kurzerhand zu einem guten Zweck versteigerten. Nun ist da eine schwarze Tür. Eine ziemlich schäbige schwarze Tür, um es genau zu sagen. 

Touristen werden sich also weiterhin die Augen nach der  Tür auskucken - und in ihrer Verzweiflung irgendeinen x-beliebigen blauen Hausausgang für ihr Fotomotiv suchen. Menschen, die diese Zeilen gelesen haben, werden nicht dazugehören. Und wieder eine gute Tat vollbracht - oder eine Illusion genommen. Wie man’s nimmt.