18. Juli 2011 ››› Abgelegt unter Brit-Stuff
Seit ich das letzte “Harry Potter”-Buch gelesen habe, freute ich mich auf den Film, denn ich wusste, es würde Alan Rickmans große Stunde als Severus Snape werden. Spoiler-Alert. Es war von Anfang an klar, dass Snape eine sehr widersprüchliche Figur war und als dann Herr Rickman die Rolle bekam, wollte ich nicht glauben, dass er einfach nur ein finsterer Geselle sei.
Und richtig - Severus Snape war der große Held in der Geschichte - die tragische Gestalt in dieser Zauberer-Sage. Leider blieb auch nicht im Film viel Zeit, dies auszuschöpfen, aber gib dem Mann ein paar Szenen und er hinterlässt einen unauslöschlichen Eindruck. Wie auch der gesamte Film - es war ein Fest, “Harry Potter and the Deathly Hallows - Part 2′ zu schauen. Das Ganze hatte enorme Fahrt und gab trotzdem immer noch einzelne Momente für die heiß geliebten Figuren - sogar Emma Thompson durfte für eine Nanosekunde auftauchen! Außerdem war es mein allererster Film in 3D, aber so doll war es nicht, darf ich mal sagen. Obwohl Voldemort hübsch verschwand - das muss man ihnen lassen.
Herr Fiennes hat natürlich auch brilliert, keine Frage. Jetzt schlage ich mich mit der Frage herum, ob ich tief in die Tasche greifen soll, um ihn als Prospero zu sehen. Das wäre dann das Jahr meiner Helden im Theater - Tennant, Spacey hab ich schon bewundern dürfen - Michael Sheen als Hamlet steht noch aus. Egal - Harry Potter war großes Kino und der Film hat mir den Regenbogen für einen verregneten Sonntag gegeben. Schön.
26. Juni 2011 ››› Abgelegt unter Brit-Stuff
Now is the winter of our discontent - diese Zeilen kann ich auch nur deshalb, weil ich “Looking for Richard” gesehen habe und Al Pacino diesen Satz immer und immer wieder von sich gegeben hat. Er hat damals eine Doku über Shakespeares “Richard III” gemacht - da spielte Kevin Spacey schon mit. Und nun hat er sich selber an diese sehr anstrengende Rolle gewagt.
Spacey hört ja bald als künstlerischer Leiter beim Old Vic in London auf und da haben er und sein Regisseur Sam Mendes sich bestimmt gedacht, dass sie den Leuten noch einmal was bieten wollen. Was sie auch tun. Herr Spacey hat sich mit dieser Darstellung schön in das Geschichtsbuch von Londons Theaterwelt geschrieben. Er ist ein großartig verbitterter, unglaublich manipulativer und aggressiver Richard. Das Bein in eine Schiene gepresst - das war 3 1/2 Stunden bestimmt nicht angenehm. Und am Schluss baumelt er minutenlang kopfüber auf der Bühne. Er hat wirklich alles gegeben, er hat fast das ganze Licht absorbiert, die anderen Herren bleiben im Schatten, nur die Frauen dürfen noch schillern - Gemma Jones als Queen Margaret und Maureen Anderman als Elizabeth sind beeindruckend. Aber es ist und bleibt Spaceys Stück - er ist ein ganz Großer und ich kann mich wie Bolle freuen, dass ich ihn als Richard III gesehen habe.
30. November 2009 ››› Abgelegt unter Brit-Stuff
Eine Lieblingsthese von mir wurde mal wieder im Film bestätigt – schöne Männer, die nicht tanzen können, verlieren an Attraktivität, während die nicht so hübschen Herren mit großartigem Hüftschwung das Auge erfreuen. George Clooney tanzt in „Men Who Stare At Goats“. Muss ich mehr schreiben?
Der Film ist ja ein Guckschatz-Gipfeltreffen: Neben Clooney tauchen Jeff Bridges, Ewan McGregor und Kevin Spacey auf. Und wenn sie alle aufeinander treffen, ist es ein wahres Fest. „The Men, Who Stare at Goats“ beschreibt die „wahren“ Versuche der US-Armee ins Paranormale. McGregor spielt einen Journalisten, der durch Zufall auf einen Ex-Soldaten (Clooney) trifft, der außergewöhnliche Fähigkeiten besitzt und nun im Irak in geheimer Mission unterwegs ist. Er erzählt McGregor, wie er von Ober-Hippie Bridges zu diesem Super-Soldaten ausgebildet wurde und dann Spacey sein gefährlichster Feind wurde. Ganz besonders fein wird es, wenn Clooney dem erstaunten McGregor von seinen Jedi-Fähigkeiten berichtet und der nur ein Fragezeichen im Gesicht hat. Das ist einer der Insider-Witze, die das Herz erfreuen –schließlich war McGregor in drei schlimmen Star-Wars-Film als Ober-Jedi Obi-Wan unterwegs.
„The Men, Who Stare At Goats“ ist nicht unbedingt ein Volltreffer, hat aber einige sehr schöne Szenen. Und die Offenbarung, dass man Herrn Clooney nicht unbedingt auf der Tanzfläche sehen muss. Spacey ist da eine ganz andere Nummer – der hat mal in einem Video von Dave Stewart eine flotte Sohle aufs Parkett gelegt – kein Mann mit blockierter Hüfte wie Smartie Clooney. Haben wir wieder was gelernt.
06. Juni 2009 ››› Abgelegt unter Brit-Stuff

Das Bühnenbild von "Der Kirschgarten" - heimlich in der Pause fotografiert.
Jetzt mal was komplett anderes: Sam Mendes, Gatte von Kate Winslet und Oscar-Gewinner für „American Beauty“, hat sich mit seinem Freund Kevin Spacey zusammen getan und das US-britische Bridge-Projekt gegründet. Amerikanische wie britische Schauspieler haben sich zu einem gemeinsamen Ensemble zusammengefunden und werden von Mendes in Tschechows „Der Kirschgarten“ und Shakespeares „Ein Wintermärchen“ inszeniert. Die beiden Stücke waren schon am Broadway zu sehen und können nun in London in Spaceys Theater „Old Vic“ betrachtet werden. Weiterlesen »